Die Stadtwerke Emden hat bereits vor Beginn der Quarantäne wegen des Coronavirus seine Strukturen umgestellt, um die Versorgungen auch bei Erkrankungen eigener Mitarbeiter aufrechterhalten zu können. Darauf weist der Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, Manfred Ackermann, am Freitag hin. Die Worte Notfall oder Krise vermeidet er. Ackermann spricht von einem „besonderen Modus“, indem sich die Stadtwerke seit über einem Monat befinden, als sich angesichts der sich verschärfenden Situation rund um das Coronavirus der interne Krisenstab das erste Mal traf. Seither wurde eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Strom- und Wasserversorgung sicherzustellen – selbst wenn eigene Mitarbeiter erkranken. „Intern sehe ich keine Panik, wir gehen damit professionell um“, so Ackermann.
„In den letzten Tagen erreichen uns immer mehr Fragen, ob mit einer Unterbrechung der Stromversorgung zu rechnen ist, wenn die Entwicklung so weiter geht. Wir können versichern, dass dies nicht der Fall sein wird“, sagt der Geschäftsführer. „Wir haben uns technisch und organisatorisch auf einen langwierigen Verlauf der Epedemie vorbereitet. Mit dem aktuellen Aufbau können wir den Versorgungsbetrieb für viele Monate aufrecht erhalten,“ so Ackermann. Im Fall von wirtschaftlichen Notfällen werden die Stadtwerke gegenwärtig bei Zahlungsrückständen keine Unterbrechungen vornehmen.
Die Stadtwerke sind immer erreichbar. Der Kundenverkehr erfolgt zur Sicherheit der Kunden und der Mitarbeiter weiterhin ausschließlich per Mail und telefonisch. „Vorsorglich arbeiten rund 90 Mitarbeiter zurzeit im Homeoffice, das sind 60 Prozent der Sachbearbeiter. Den anderen Kollegen haben wir Einzelbüros in der Verwaltung zur Verfügung gestellt und für Monteure einen dezentralen Einsatz sicher gestellt. In der Geschäftsführung sind wir regelmäßig vor Ort im Büro und arbeiten teilweise auch vom Homeoffice aus“, berichtet Ackermann.