Letztes Update:
20200327101539

Stromversorgung ist gesichert

09:42
27.03.2020
Die Stadtwerke Emden hat bereits vor Beginn der Quarantäne wegen des Coronavirus seine Strukturen umgestellt, um die Versorgungen auch bei Erkrankungen eigener Mitarbeiter aufrechterhalten zu können. Darauf weist der Geschäftsführer der Stadtwerke Emden, Manfred Ackermann, am Freitag hin. Die Worte Notfall oder Krise vermeidet er. Ackermann spricht von einem „besonderen Modus“, indem sich die Stadtwerke seit über einem Monat befinden, als sich angesichts der sich verschärfenden Situation rund um das Coronavirus der interne Krisenstab das erste Mal traf. Seither wurde eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Strom- und Wasserversorgung sicherzustellen – selbst wenn eigene Mitarbeiter erkranken. „Intern sehe ich keine Panik, wir gehen damit professionell um“, so Ackermann.

„In den letzten Tagen erreichen uns immer mehr Fragen, ob mit einer Unterbrechung der Stromversorgung zu rechnen ist, wenn die Entwicklung so weiter geht. Wir können versichern, dass dies nicht der Fall sein wird“, sagt der Geschäftsführer. „Wir haben uns technisch und organisatorisch auf einen langwierigen Verlauf der Epedemie vorbereitet. Mit dem aktuellen Aufbau können wir den Versorgungsbetrieb für viele Monate aufrecht erhalten,“ so Ackermann. Im Fall von wirtschaftlichen Notfällen werden die Stadtwerke gegenwärtig bei Zahlungsrückständen keine Unterbrechungen vornehmen.

Die Stadtwerke sind immer erreichbar. Der Kundenverkehr erfolgt zur Sicherheit der Kunden und der Mitarbeiter weiterhin ausschließlich per Mail und telefonisch. „Vorsorglich arbeiten rund 90 Mitarbeiter zurzeit im Homeoffice, das sind 60 Prozent der Sachbearbeiter. Den anderen Kollegen haben wir Einzelbüros in der Verwaltung zur Verfügung gestellt und für Monteure einen dezentralen Einsatz sicher gestellt. In der Geschäftsführung sind wir regelmäßig vor Ort im Büro und arbeiten teilweise auch vom Homeoffice aus“, berichtet Ackermann.
 

Redaktion

Hilfskredite

09:20
27.03.2020
Die Nachfrage nach Hilfskrediten über die staatliche Förderbank KfW ist groß. Bis gestern Abend lagen schon 195 Anträge von Unternehmen über insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor. "Wir erhalten Kreditanträge über alle Größenklassen verteilt, der Schwerpunkt liegt jedoch bei kleinvolumigeren Kreditanträgen bis eine Million Euro", sagt eine Sprecherin in Frankfurt. "Die KfW ist darauf vorbereitet, auch hohe Stückzahlen von Krediten zu bearbeiten." KfW-Chef Günther Bräunig sagte dem "Handelsblatt", er stelle sich auf bis zu 100.000 Anträge ein.

dpa

Hochschulen starten digital

08:36
27.03.2020
E-Learning, digitale Diskussionsforen und Prüfungen per Skype: In der Coronavirus-Pandemie wollen die 20 staatlichen Hochschulen Niedersachsens handlungsfähig bleiben und setzen zum Sommersemester 2020 auf Digitalisierung. Lehrveranstaltungen sollten verstärkt online angeboten werden, Lehrmaterialien seien in Datenbanken abrufbar und geprüft werden könne via Skype, teilte die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen am Donnerstag mit. E-Learning-Kompetenzen würden gebündelt und ausgebaut. Die Hochschulen für angewandten Wissenschaften arbeiteten bereits auf diese Weise, die Universitäten folgen nach Ostern.

Die Landeshochschulkonferenz schlug dem Wissenschaftsministerium ein Programm zum Ausbau der Informationsinfrastruktur vor - dieses umfasst demnach Sofortmaßnahmen für 2020 und ein Anschlussprogramm bis 2025. Die Hochschulen benötigten einen deutlichen Ausbau ihrer lokalen Lern- und Contentmanagementsysteme, Softwarelizenzen und mehr IT-Beratung für Studenten und Lehrpersonal. Ziel sei die Einrichtung eines Landeswissenschaftsnetzes, das die Hochschulen verbinde. Niedersachsens Hochschulen zählen den Angaben zufolge rund 210 000 Studentinnen und Studenten sowie mehr als 40 000 Beschäftigte.

Die Hochschulen arbeiteten im Krisenmodus - „aber wir arbeiten“, hieß es in einer Mitteilung. Jede Hochschule organisiere eigenverantwortlich das Sommersemester 2020. Dieses werde unter erschwerten Bedingungen laufen. Aber eines lehre die Corona-Krise: Ohne wissenschaftliche Forschung, ohne wissenschaftlich ausgebildetes Personal „wären wir alle nur noch Opfer der Pandemie“.

dpa