Letztes Update:
20200324080727

Abitur

08:02
24.03.2020
Abitur ohne Abschlussprüfungen? Die Vorsitzende des Philologenverbandes schließt wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise diese Möglichkeit nicht aus. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagt Susanne Lin-Klitzing im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickelt, können die Prüfungen ja auch einfach etwas später durchgeführt werden", erklärt die Vorsitzende der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer.

Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen. Zwei Drittel der Abiturnote seien bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. "Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen", erklärt Lin-Klitzing und betont: "Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen."

dpa

Landkreis irritiert

18:22
23.03.2020
Für Irritationen bei der Auricher Kreisspitze, aber auch in der Bevölkerung, hat eine Allgemeinverfügung des Landes zur Eindämmung der Corona-Krise gesorgt. „Wir sind verwundert über den Kurswechsel, den das Land vollzogen hat“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich.

Bislang habe es aus Hannover nur fachaufsichtliche Weisungen gegeben, die dann von den Landkreisen und kreisfreien Städten selbst in Form von Verfügungen umgesetzt wurden.

Auch die Auricher Kreisverwaltung hatte in den vergangenen Tagen mit enormem Arbeitsaufwand und unter großem Zeitdruck eine Reihe solcher Verfügungen erlassen, stellte Meinen fest. Diese seien durch den Vorstoß des Landes „überholt“ worden. „Das Ministerium mag dafür Gründe gehabt haben. Die sind uns aber nicht vermittelt worden“, bemängelt der Landrat. „Mir ist natürlich bewusst, dass auch in Hannover unter großem Druck gearbeitet wird“, betont Meinen.

In den Zielen sei man sich mit dem Land völlig einig, auch habe sich der Landkreis von vornherein ein landeseinheitliches Vorgehen in der Corona-Krise gewünscht.

Unterdessen hat der Landkreis Aurich am Montag eine neuerliche Verfügung zu den Hygienevorschriften im Hinblick auf soziale Kontakte und bei Unterbringung aus gewerblichen Gründen erlassen, die an die Stelle früherer Verfügungen tritt und zunächst bis zum 18. April gültig ist.

Derzeit gelte es, die Infektionsketten soweit wie möglich zu durchbrechen. Deshalb sei es geboten, für noch geöffnete Einrichtungen besondere Sicherheitsvorkehrungen anzuordnen, heißt es in der Verfügung.

Redaktion