Stellt Euch vor: In Emden, der Reformationsstadt Europas, stehen die Menschen wieder auf gegen die Herrschaft der Enge und Angst, für das Leben, für Freiheit und Gemeinsinn. Menschen jeden Alters und jeder Konfession sind dabei. An jedem Küchentisch. Statt „Home-Office“ als Krisenmanagement „Home-Service“ als Brot in Wüstennot. So überwinden wir die Krise, gemeinsam statt einsam. Aber: Hausgottesdienst ohne Pastor? Darf das? Das soll sogar, gerade jetzt! Das Virus kränkt und trennt.
Aber Emder halten zusammen. Aus der Stille ziehen wir Kraft, öffnen uns für gute Worte und Mächte, stärker als alle Angst und Not. Die Sprachlosigkeit findet ihr Ende durch Gesang und Gebet. Alte Worte schenken neue Hoffnung. Hysterie wird verwandelt in Besonnenheit, Hamstern in Helfen, Isolation stirbt durch Gemeinschaft im Glauben über Mauern hinweg.
Und Ohnmacht fließt in neues Handeln, das die Welt verändert, weil wir uns verändert haben. „Home-Service“ - Hausgottesdienst, das ist die Idee. Macht mit! Es ist ganz leicht! „Een Koppke Tee“, eine Kerze vielleicht, ein ruhiger Ort und Menschen, die sich Gutes tun wollen. Nutzt die Beiträge auf dieser Seite. „Ich lese die Worte zum Beginn, Oma das Gebet, Mama oder Papa die Predigt. Und alle zusammen hören wir über den QR-Code die Musik, die Lieder, singen vielleicht mit. Und am Ende spricht unsere Tochter uns allen den Segen zu! So stecken wir Trübsinn und Hysterie in Quarantäne. Und nächste Woche machen wir weiter, weil er uns gut getan hat in diesen Zeiten. Der kleine EZ-Hausgottesdienst.
Von Reinhild und Bert Gedenk, Jonathan Renau, Edzard Wagenaar, Patrick Pagendarm von der ev.-ref. Kirche Gröne Stee