Letztes Update:
20200317135249

Richtlinie für Geschäfte

13:39
17.03.2020
Die neuen Corona-Richtlinien, die eine Schließung zahlreicher Geschäfte vorsehen, betreffen auch den Fahrradhandel - aber das Reparieren von Fahrrädern soll weiterhin möglich sein. Die Verbände der Fahrradwirtschaft versichern in einem gemeinsamen Statement, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus begrüßt würden. "Wir gehen in der Umsetzung davon aus, dass Fahrradwerkstätten ihre Dienstleistungen weiter anbieten können", heißt es in der Erklärung. "Schließlich wird das Fahrrad in den nächsten Wochen neben dem Auto das wichtigste Verkehrsmittel sein, da es infektionssicher von jedermann genutzt werden kann."

dpa

Tausende Urlauber verlassen Inseln

13:20
17.03.2020
Tausende Urlauber haben die ostfriesischen Inseln am Montag nach der angeordneten Sperrung wegen des Coronavirus verlassen. Rund 3000 Menschen nahmen Fähren von Norderney ans Festland sowie etwa 500 Leute von Juist, wie die Reederei Norden-Frisia am Dienstag mitteilte. Von Langeoog traten laut Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) rund 700 Gäste die Rückreise an. Maximal 300 Menschen hätten dabei eine Fähre besteigen dürfen, um genügend Abstand zueinander halten zu können. „Wir gehen davon aus, dass heute um die 600 Gäste die Insel verlassen“, sagte sie. „Bis Donnerstag dann noch jeweils 300 und dann dürfte das langsam auslaufen.“

Am Sonntag hatten sich die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen darauf verständigt, ab Montag alle Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen zu sperren. Am Montagabend wurden Touristen dann vom niedersächsischen Gesundheitsministerium aufgefordert, bis zum 26. März abzureisen. Die Maßnahmen sind zunächst befristet bis 18. April.

Wangerooge verließen laut Rathaus am ersten Tag nach der Ankündigung rund 360 Gäste von insgesamt 1000. Von Spiekeroog und Baltrum wurden weitere rund 600 Touristen zum Teil mit Zusatzfähren ans Festland gebracht. „Das ist eine desaströse Situation für alle auf der Insel“, sagte Langeoogs Bürgermeisterin Horn mit Blick auf die Osterferien, wenn eigentlich zahlreiche Touristen kommen. Hotels, Gaststätten, Fahrradverleih - „sie haben nicht nur Umsatzeinbußen, sondern einen kompletten Umsatzverlust.“ Die Insel werde im Frühling so leer sein wie in den Wintermonaten, „nur jetzt wird es ein bisschen trauriger. Im Winter ist die Zeit der Erholung ja positiv“, so Horn.

dpa