Bei den Finanzämtern in Niedersachsen ist durch die Corona-Pandemie das Arbeitsaufkommen in einigen Bereichen stark gewachsen. Mit zusätzlichem Personal werde versucht, die Vielzahl von Anträgen auf verminderte Steuervorauszahlungen oder Stundungen zu bearbeiten, teilte das Landesamt für Steuern in Hannover mit. Ein zweiter Schwerpunkt sei die Bearbeitung der Steuererklärungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diese „befinden sich gegenwärtig in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation und sind auf eine etwaig zu erwartende Steuererstattung dringend angewiesen“.
Deshalb könne es in anderen Bereichen der Finanzverwaltung Verzögerungen geben, hieß es. Als Beispiel wurde die Steuererhebung genannt. Um die Finanzämter intern arbeitsfähig zu halten, sind sie seit Wochen für Besucher von außen geschlossen. Das Steueramt riet, für Fragen Brief, Telefon oder Mail zu nutzen. Die Frist zur Abgabe privater Einkommensteuererklärungen für das Vorjahr läuft seit 2019 nicht mehr am 31. Mai ab, sondern am 31. Juli.
dpa