Am Montag sind europaweit die ersten VW-Werke aufgrund der Corona-Krise geschlossen worden. Die Volkswagen-Werke im spanischen Pamplona, in der Slowakei in Bratislawa und in Polen sind gar nicht mehr angelaufen.
"Machen wir uns nichts vor, es ist nur eine Frage der Zeit, vielleicht von Tagen, bis wir auch schließen müssen", sagte der Betriebsratsvorsitzende Manfred Wulff, der auch Teil des Krisenstabs ist. Vorerst bleibe das Werk aber offen.
Gegen die Ausbreitung des Virus: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) stellte am Montagnachmittag einen Katalog an weiteren Maßnahmen der "zweiten Stufe" vor, der aus Leitlinien der Bundesregierung erfolgt. Niedersachsen werde somit keinen Sonderweg fahren, machte Weil deutlich. Am Dienstag sollen die Regelungen mit einem Erlass gesetzlich umgesetzt werden.
Die für viele unsichere Verbraucher wichtigste Nachricht: Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben weiter geöffnet. Mehr noch: Geschäfte wie Lebensmittelhandel und Ähnliches dürfen nun auch sonntags öffnen. In den Geschäften sollte aber Abstand zwischen den Menschen gehalten werden.
Geschlossen werden viele Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Dazu zählen nicht nur Bars, Kneipen, Clubs, Kultureinrichtungen und Fitnesscenter, sondern auch Spielplätze und andere Einrichtungen für Kinder.
Des Weiteren gilt ein Verbot für Zusammenkünfte, auch für Glaubensgemeinschaften. Besuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen mit Risikogruppen sind weiterhin untersagt.
Restaurants müssen künftig Auflagen erfüllen. Sie sollen weiter geöffnet bleiben, allerdings nicht mehr nach 18 Uhr. Auch hier sollen Abstände eingehalten werden.
Weil stellte heraus, dass sich die Dynamik deutlich verändert hat. Nach Ostern wolle man zusammen kommen, eine Bilanz ziehen und dann neue Entscheidungen treffen.