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Schutzausstattung: Landkreis hofft auf Angebote von Firmen

15:10
03.04.2020
Die Beschaffung von Schutzausstattungen für Ärzte, Rettungsdienst, Pflegekräfte und andere Beschäftigte im Gesundheitsbereich wird auch im Landkreis Aurich zunehmend zum Problem. „Die Sachen sind auf dem Markt derzeit kaum zu kriegen“, macht Landrat Olaf Meinen deutlich. Zwar konnte aktuell eine größere Menge an Schutzmasken geordert werden, grundsätzlich habe aber auch der Krisenstab des Landkreises erhebliche Schwierigkeiten, an Nachschub zu kommen.

Daher ruft Landrat Meinen alle Privatpersonen und Firmen, die über größere Lagerbestände an Hygieneartikeln und Schutzausrüstungen verfügen, dazu auf, sich möglichst zeitnah bei der Kreisverwaltung zu melden. Der Landkreis würde geeignete Materialien dann „zu angemessenen Konditionen“ kaufen. So hatte beispielsweise ein Auricher Kaufmann dem Landkreis größere Mengen an Handdesinfektionsmittel zu einem fairen Preis angeboten. „Über diese Unterstützung habe ich mich sehr gefreut“, betont Meinen.

Benötigt werden Mundschutze und Masken, Schutzanzüge, Schutzbrillen, Handschuhe usw. Der Landkreis verteilt das Material dann nach einer Prioritätenliste an medizinische und Pflege-Einrichtungen.

Wer über entsprechende Utensilien verfügt und diese dem Landkreis anbieten möchte, kann sich unter der eigens eingerichteten Mail-Adresse corona-spenden@landkreis-aurich.de melden.

red/Imke Cirksena

Mehr als 1100 Tote in Deutschland

14:52
03.04.2020
In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 83 700 Infektionen (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 77 500) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 20 900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 327 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 18 500 Fällen und mindestens 224 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 160,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 100,7.

Mindestens 1103 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 950) mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

dpa