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20200401102730

721 Erkrankte sind bislang gestorben

10:10
01.04.2020
Mindestens 67 898 Menschen sind in Deutschland infiziert. Bundesweit sind bislang 721 Erkrankte gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen und Bayern. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Experten rechnen für das ganze Land mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Eine nicht unwesentliche Aussagekraft, wie die Maßnahmen funktionieren, hat die Frist, in der sich die Infiziertenzahl verdoppelt. Laut der "Süddeutschen Zeitung" liegt die Zeit, in der sich die Infiziertenzahlen verdoppeln, in NRW bei 10,2 (Vortag: 9) Tagen, in Bayern bei 6,2 (Vortag: 5). Den größten Verlangsamungseffekt hat nach den Zahlen der Zeitung inzwischen Berlin mit 12,1 (Vortag: 9) Tagen. Für ganz Deutschland lag die Verdopplungsrate demnach am Vormittag bei 7,1 Tagen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte diese Zahl, also die Verlangsamung der Verdoppelung, zum Maßstab gemacht für mögliche Lockerungen der Maßnahmen.

dpa

In Paris spitzt sich die Lage zu

10:03
01.04.2020
Im Ballungsraum Paris spitzt sich die Lage in den Krankenhäusern zu. "Wir hatten eine äußerst schwierige Nacht, da wir tatsächlich am Ende unserer Krankenhauskapazitäten sind", erklärt Aurélien Rousseau, Direktorin der regionalen Gesundheitsbehörde Île de France im Gespräch mit dem Sender Franceinfo.

"In der Region Paris gibt es 1200 Intensivbetten. Zurzeit haben wir 2700 Patienten auf der Intensivstation», so Rousseau weiter. Man habe die Kapazitäten in den letzten Wochen zwar mehr als verdoppelt, doch man stoße nun an die Grenzen der Möglichkeiten. "Jeder gibt wirklich alles, ein Intensivbett nach dem anderen wird aufgetrieben."

dpa

VW-Tochter Seat startet Produktion von Beatmungsgeräten in Spanien

09:46
01.04.2020
Die spanische VW-Tochter Seat hat mit der Herstellung von Beatmungsgeräten begonnen. Im Hauptwerk Martorell bei Barcelona sei die Produktion angelaufen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. 150 Beschäftigte nutzten eine Montagelinie für den Seat Leon zur Serienfertigung der Geräte. Dafür seien größere Umrüstungen nötig gewesen. Man wolle einen „Beitrag zur Entlastung des von der Coronavirus-Krise schwer getroffenen spanischen Gesundheitssystems leisten“, hieß es. Die Zulassung der Geräte stehe aber noch aus. Spanien ist nach Italien das derzeit von der Pandemie am stärksten betroffene Land in Europa.

Der Bedarf an Medizintechnik ist weltweit groß. Auch in Deutschland wollen branchenfremde Firmen ihre Fertigung teilweise umstellen, um Krankenhäuser angesichts drohender Engpässe bei der Behandlung von Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen zu unterstützen. Volkswagen selbst prüft ebenfalls, mit 3D-Druckern Teile und Kunststoff-Elemente für Beatmungsgeräte zu fertigen.

Siemens stellt ebenso Kapazitäten bei 3D-Druckern zur Verfügung. In den USA wollen Ford und der Industriekonzern General Electric 50 000 Beatmungsgeräte binnen 100 Tagen herstellen. Präsident Donald Trump hatte auch ein für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewandt, um General Motors zur Produktion der Geräte zu zwingen.

dpa