Letztes Update:
20200401083159

Kanzlerin berät mit Ministerpräsidenten

08:31
01.04.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel berät heute erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder. Dabei soll die aktuelle Entwicklung bei den Neuinfektionen in Deutschland bewertet werden. Es dürfte auch um eine Art Evaluation der bisherigen Anti-Corona-Maßnahmen gehen. Bund und Länder hatten am 22. März strenge Kontaktbeschränkungen für die Menschen beschlossen, die mindestens bis zum 5. April gelten sollten. Diese Maßnahmen dürften nun verlängert werden.

dpa

Mehr als 67 000 Infektionen

08:12
01.04.2020
In Deutschland sind mehr als 67 000 Infektionen registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Mindestens 700 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.  

Besonders hohe Zahlen haben Bayern (mehr als 15.500 Fälle und 191 Tote), Nordrhein-Westfalen (mehr als 15.250 Fällen und 148 Tote) und Baden-Württemberg (mehr als 13.300 Fälle und 196 Tote). Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 80,6. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

dpa

Saisonarbeiter sollen einreisen dürfen

08:01
01.04.2020
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner möchte, dass ausländische Saisonarbeiter trotz Corona-Krise nach Deutschland kommen. "Wir werden auf Saisonarbeiter nicht verzichten können", sagt sie im "ARD-Morgenmagazin". Die Landwirte seien in großer Not. Es ginge jetzt darum, den Zielkonflikt zwischen Infektionsschutz und Erntesicherung zu lösen. "Wir müssen eine Lösung finden, wir können die Bauern hier nicht hängenlassen", betont die CDU-Politikerin.

Seit vergangenen Mittwoch gilt im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter. In einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern nun Unionspolitiker eine Lockerung der Einreisebeschränkungen für Saisonarbeitskräfte aus Rumänien und anderen EU-Mitgliedstaaten. Die deutschen Landwirte müssten in den nächsten Tagen entscheiden, welche Obst- und Gemüsesorten noch angebaut und geerntet werden könnten, daher sei keine Zeit zu verlieren, heißt es in dem Schreiben der Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der Fraktion, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

dpa