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20200331123818

3350 Anzeigen auf Kurzarbeit

12:05
31.03.2020
Seit Beginn der Corona-Krise sind in Ostfriesland bislang von 3350 Betrieben Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Die Agentur für Arbeit Emden-Leer wird damit quasi überschüttet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur arbeiten mit Hochdruck daran, diese abzuarbeiten.

Jens Voitel

RKI rechnet mit Erhöhung der Sterberate

11:57
31.03.2020
Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Sterberate in Deutschland. Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. "Die Meldungen haben aber einen Zeitverzug. Die Menschen sterben erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf", erläutert er. "Wir haben jetzt ja auch leider Fälle in Pflege- und Altenheimen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Sterberate damit ansteigen wird." Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liegt in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der EU insgesamt mit etwa 7,6 Prozent.

Den Grund für die momentan noch moderate Quote sieht Wieler in frühen und vielen Tests. Deshalb seien in Deutschland auch viele leichte Fälle registriert, die nicht zum Tod führten. Bislang liege das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren, pro Woche würden rund 350.000 Menschen in Deutschland getestet. Mehr sei im Moment mit herkömmlichen Tests nicht möglich, sagt Wieler.

dpa

Lehrerverband für Nachsicht bei vorgezogener Notenvergabe

10:33
31.03.2020
Der niedersächsische Lehrerverband wirbt mit Blick auf eine vorgezogene Notenvergabe für Nachsicht im Umgang mit Schülern, deren Versetzung gefährdet ist. „Da sollte man schon mit Augenmaß agieren und den Schüler im Blick haben“, sagte Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbands Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR), am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Letztlich sollte man im Zweifel für den Schüler bewerten.“ Es dürfe allerdings keinen Freifahrtschein für Schüler geben, bei denen praktisch schon feststeht, dass sie sitzenbleiben.

Das Kultusministerium hat angeordnet, dass die allgemeinbildenden Schulen für den Fall eines noch längeren Schulausfalls schon bis Mitte April vorläufige Zeugnisnoten festlegen sollen. Diese sollen auf Basis der bisherigen Leistungen den Stand bis zum 15. April spiegeln. Angesichts der unklaren Entwicklung der Corona-Krise sei es sinnvoll, sich auf diesen Fall vorzubereiten, sagte Neumann vom Lehrerverband dazu. „Das gehört einfach zum Job.“

Neumann betonte, die Gesundheit der Schüler und Lehrer müsse bei der Entscheidung über die Dauer der Schulschließungen im Vordergrund stehen. Wenn nötig, müsse die Politik den Mut haben, den Unterricht noch länger abzusagen. Stand jetzt geht die Schule am 20. April weiter. Die Abschlussprüfungen wurden in den Mai verschoben.

dpa