Die Polizeiinspektion Leer/Emden hat seit dem 20. März insgesamt 36 Ordnungswidrigkeiten und sechs Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung zu den Kontaktbeschränkungen eingeleitet. Das teilte die Polizei am Montag mit. Seit dem 20. März wurden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Ordnungsämtern verstärkt Kontrollmaßnahmen durchgeführt, um die Einhaltung der Verfügung zu überprüfen. Die Kontrollen wurden im gesamten Landkreis Leer, der Stadt Leer und der Stadt Emden durchgeführt. Hierbei wurde sowohl das Verhalten der einzelnen Bürger als auch das Auftreten der Gewerbebetreiber in den Fokus genommen. In dieser Zeit wurden insgesamt 50 Feststellungen getroffen. Die Maßnahmen reichen von einer Identitätsfeststellung über einen Platzverweis bis zur Einleitung von Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren und damit verbundener Anordnung zur vorübergehenden Schließung eines Gewerbes. Die Kontrollorte sind völlig unterschiedlich. Die Polizei bestreift sowohl die üblichen Hot-Spots, wie Parkanlagen oder Sportplätze, aber auch abgelegene und nicht immer öffentlich zugängliche Plätze, wie den Deichen. Als positiv können die Rückmeldungen und Hinweise der Bevölkerung bewertet werden, denen konsequent nachgegangen wurde, so die Polizei.
Der Vergleich der Wochenenden vom 20. bis 22. März und vom 27. bis 29. März zeige bereits den erwünschten Erfolg, so die Polizei. Die Anzahl der Feststellungen reduzierte sich von 22 Fällen auf zwölf Fälle. Im Rahmen der Überprüfungen fallen vor allem Jugendliche in Gruppen auf, welche die Erfordernis der Kontrollmaßnahmen mehr oder minder ernst nehmen. Aus diesem Grund appelliert die Polizeiinspektion Leer/Emden auch an die Eltern, ihren Kindern die Wichtigkeit der Einhaltung dieser Kontaktbeschränkung zu erklären und sie über das Corona-Virus zu informieren.
Redaktion