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Russland beklagt Verdopplung von Gewalt gegen Frauen in Corona-Krise

19:19
05.05.2020
Die Gewalt gegen Frauen in Russland hat sich nach Angaben der Menschenrechtsbeauftragten der Regierung wegen der Corona-Ausgangssperren mehr als verdoppelt. Im April hätten die Anlaufstellen mehr als 13 000 Beschwerden über häusliche Gewalt registriert. Das sei mehr als das Doppelte im Vergleich zu 6054 Mitteilungen im März, sagte die Beauftragte Tatjana Moskalkowa der russischen Staatsagentur Ria Nowosti am Dienstag. In vielen Teilen Russlands herrschen seit über einem Monat streng überwachte Ausgangssperren unter Strafandrohung.

Wegen der scharfen Regeln sei es Frauen oft nicht möglich, das Haus zu verlassen, um zur Polizei zu gehen oder sich anderweitig Hilfe zu suchen, sagte Moskalkowa. Die Opfer müssten jedoch auch in der Quarantäne die Möglichkeit haben, sich in Frauenhäuser zu retten. Auch die Vereinten Nationen hatten weltweit eine Zunahme der Gewalt gegen Frauen in der Corona-Krise beklagt.

In Russland gibt es jedes Jahr Tausende Todesopfer häuslicher Gewalt. Trotzdem hatte das russische Parlament die verbreiteten Übergriffe von Männern auf Frauen zuletzt teilweise entkriminalisiert. 

Auch Kremlchef Wladimir Putin hielt die bisherige Gesetzeslage für ausreichend, um gegen Gewalttäter vorzugehen. Russlands mächtigste Frau, die Föderationsratschefin Valentina Matwijenko, hatte Befürchtungen vor einer Zunahme der häuslichen Gewalt in der Corona-Krise zurückgewiesen. Sie meinte, die Selbstisolation führe zu einem engeren Zusammenhalt der Familien. 

Sarah Cames

Grenzüberschreitender Deulux-Lauf abgesagt

19:06
05.05.2020
Der Deulux-Lauf, der dieses Jahr in seiner 29. Auflage stattgefunden hätte und ursprünglich für den 14. November 2020 geplant war, wurde abgesagt. 

Erst nächstes Jahr werden die Teilnehmer wieder über 10 Kilometer durch das Sauertal in Luxemburg und Deutschland laufen können. Den Termin des 13. November 2021 habe man sich bereits reserviert, so die Veranstalter.

Sarah Cames

Research Luxemburg stellt erste Resultate der "Con-Vince"-Studie vor

17:33
05.05.2020
Am Donnerstagmorgen um 11 Uhr lädt Research Luxembourg zu einer Pressekonferenz ein, in der Prof. Ulf Nehrbass (Covid-19 Task Force), Prof. Paul Wilmes (Covid-19 Task Force) und Prof. Rejko Krüger (Con-Vince) unter anderem über großflächiges Testen und die ersten Resultate der "Con-Vince"-Studie reden werden.

Die Studie wurde im April als eine von mehreren Initiativen der Covid-19 Taskforce von Research Luxembourg ins Leben gerufen. Die Studie begleitet eine statistisch repräsentative Gruppe von Freiwilligen über ein Jahr und untersucht sie auf das Corona-Virus. So wollen die Forscher einen Einblick darin gewinnen, wie verbreitet das Virus in der Gesamtbevölkerung tatsächlich ist - in vielen Fällen verläuft eine Erkrankung asymptomatisch und wird daher nicht erkannt.

Sarah Cames