Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hält sich in Bezug auf ein mögliches Anlaufen des Tourismus während der Sommermonate noch bedeckt. Die Bürger müssten sich diesbezüglich noch bis Anfang Juni gedulden. Erst dann werde klar sein, ob Reisen im Sommer möglich sind. "Wir sind dabei, diese beispiellose Quarantäne zu meistern", sagte Macron am Dienstag während eines Besuchs einer Schule in der Region Île-de-France. "Aber das Virus ist immer noch da, wir haben es noch nicht besiegt."
Die Franzosen müssten auch nach dem 11. Mai noch mit Einschränkungen bei längeren Fahrtstrecken sowie mit Kontrollen rechnen. Die Départements sollen je nach sanitärer Lage in "grüne" und "rote" Zonen eingeteilt werden, in der unterschiedliche Ausgangsbeschränkungen gelten.
Frankreich wurde hart von dem Covid-19-Ausbruch getroffen und verzeichnete bisher mehr als 25.000 Todesfälle. Weil sich die Situation merklich verbessert hat, sollen die Quarantänebestimmungen im Nachbarland ab 11. Mai stufenweise zurückgenommen werden. Unter anderem nehmen die Schulen wieder den Regelbetrieb auf.
Laut Macron sei es für Kinder "sehr traumatisch" gewesen, zwei Monate lang zuhause zu bleiben. Die Schulöffnung bezeichnete er als "unverzichtbaren Schritt", um das Land wieder auf die Beine zu bringen. Zuvor hatten rund 329 Bürgermeister der Region Île-de-France eine spätere Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts gefordert.