Es hörte sich alles ganz einfach an:
Im Stil einer Wetterkarte soll jeden Abend in Frankreich gezeigt werden, welche Départements besonders von der Covid-19-Pandemie betroffen sind und welche weniger. Die bunte Corona-Karte in den Farben grün, orange und rot gibt es nun in provisorischer Form, und
erwartungsgemäß gehören die Hauptstadt Paris und der gesamte Nordosten des Landes zu einer großen roten Zone.
Aber der Teufel liegt im Detail:
Die Karte mit den Verwaltungsbezirken sollte ursprünglich nur zwei Kategorien haben - grün für weniger betroffen und rot für stärker betroffen. Die Farbe orange war nur provisorisch und sollte vor dem Stichtag 11. Mai verschwinden. Zu diesem Termin sollen beispielsweise Geschäfte wieder öffnen können.
Die Epidemie-Landkarte à la française dient nicht nur der Information, sondern hat auch konkrete Auswirkungen bei der Lockerung. Premier Philippe hatte angekündigt, dass in „grünen“ Départements beispielsweise Parks rascher wieder öffnen könnten als anderswo. Auf dem Weg zur Normalisierung des Lebens dürfte die Karte mit den mehr als 100 Bezirken weiter für Wirbel sorgen -
die eher ländlich geprägten Départements Cher in der Landesmitte und Lot im Südwesten seien zu Unrecht in die rote Kategorie gerutscht, bemängeln bereits Kritiker.
dpa