Der Höhepunkt bei der Verbreitung gezielter Desinformationen aus Russland in der Corona-Krise ist einer EU-Analyse zufolge überschritten.
Während die Kurve neuer Infektionsfälle in Europa abflache, sei eine ähnliche Entwicklung bei kremlfreundlichen Desinformationen zu beobachten, heißt es in einem Bericht des Auswärtigen Dienstes der EU vom Donnerstag. Das Thema sei für Desinformationen nicht mehr so förderlich. Die Analyse einiger englischsprachiger Seiten belege diesen Trend.
„Wir beobachten einen Höhepunkt bei der Berichterstattung über den Covid-19-Ausbruch Ende März und Anfang April, als es in Russland noch verhältnismäßig wenig Fälle gab“, heißt es. Damals sei etwa behauptet worden, Russland bekämpfe das Virus effektiver oder „autoritäre Systeme“ könnten besser mit einer Krise umgehen. „Nichts davon kann heute noch behauptet werden.“ Seit Mitte April gebe es einen deutlichen Rückgang an Artikel in den kremlfreundlichen, englischsprachigen Medien.
Dennoch sei wahrscheinlich, dass es weiter russische Desinformationen rund ums Coronavirus geben werde.
Sarah Cames