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20200519144319

Polen verlängert Grenzkontrollen bis zum 13. Mai

20:05
29.04.2020
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Polen seine Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern bis zum 13. Mai beibehalten. Die Grenzen zu Deutschland, Tschechien, zur Slowakei und zu Litauen können bis dahin nur an bestimmten Übergängen überquert werden.
Mitte März hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen, die EU-Binnengrenzen für Ausländer zu schließen. Ausnahmen gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten. Für den Warenverkehr gibt es keine Begrenzungen. Polen, die aus dem Ausland zurückkehren, müssen für 14 Tage in Quarantäne.
Diese Regelung hat besonders Berufspendler an der Grenze zu Deutschland und Tschechien hart getroffen.
In Polen gibt nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Mittwoch derzeit 12 640 bestätigte Coronavirus-Fälle und 624 Todesopfer.

dpa

EU-Staaten uneins bei Gutscheinen für abgesagte Flüge wegen Corona

20:04
29.04.2020
In der Debatte über Gutscheine für abgesagte Flugreisen wegen der Corona-Krise sind die EU-Staaten gespalten. Einige Länder - darunter auch Deutschland - hätten gefordert, dass es Fluggesellschaften zeitweise erlaubt sein müsse, Gutscheine für ausgefallene Flüge auszustellen, teilte der kroatische EU-Ratsvorsitz am Mittwoch nach einer Videoschalte der EU-Verkehrsminister mit. Andere Staaten hätten Änderungen des bestehenden EU-Rechts abgelehnt, um die Erwartungen der Passagiere nicht zu enttäuschen.
Nach EU-Recht müssen Flugtickets und auch Pauschalreisen eigentlich erstattet werden. Deutschland will Verbraucher jedoch verpflichten, bei Reiseabsagen in der Corona-Krise vorerst einen Gutschein statt einer Erstattung zu akzeptieren.
EU-Vizekommissionspräsidentin Vera Jourova hatte am Mittwoch gesagt, es gelte, eine Balance zu finden zwischen starken Verbraucherrechten und der Liquidität der Reiseanbieter. Gesucht werde deshalb eine umsetzbare Lösung. Das könnte bedeuten, dass ein Gesetzesvorschlag gemacht werde. Die Debatte sei aber noch nicht abgeschlossen.

dpa

Rund 6000 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz

18:42
29.04.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist am Mittwoch auf rund 6000 gestiegen. Bislang kamen 162 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus ums Leben, drei mehr als am Dienstag, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Unter den Todesfällen waren 20 im Westerwaldkreis, 16 in Mainz und 15 in Koblenz.
Die tägliche Steigerungsrate bis Mittwoch blieb auf 0,7 Prozent begrenzt, nach 0,9 Prozent am Vortag. Bis Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) wurden 5996 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt. 

dpa/lrs