Die Budapester Tageszeitung „Nepszava“ kommentiert am Dienstag die schweren Probleme Frankreichs in der Corona-Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die europäische Politik:
Die (Pariser) Regierung erscheint oft als unfähig. Das allzu zentralisierte Regierungssystem (...) erweist sich als Nachteil. Die Lähmung des französischen Staates wirkt sich auch auf die Europa-Politik aus. Es stellt sich die große Frage, ob es nach der Krise die deutsch-französische Achse noch geben wird. Schon davor funktionierte sie nicht mehr so wie in früheren Jahren. Deutschland wird die einzige Führungsmacht in der EU sein, ungeachtet dessen, dass Emmanuel Macron zuletzt mit zahllosen Reformvorstellungen für eine zukünftige EU hervortrat. Allerdings flüchtete der französische Präsident in der Vergangenheit häufig vor innenpolitischen Problemen in die Außenpolitik. Dazu wird er aber jetzt angesichts der schweren Krise im eigenen Land kaum mehr die Möglichkeit haben.