Letztes Update:
20200519144319

Pressereaktionen: "Nepszava"

07:01
28.04.2020
Die Budapester Tageszeitung „Nepszava“ kommentiert am Dienstag die schweren Probleme Frankreichs in der Corona-Pandemie und ihre möglichen Auswirkungen auf die europäische Politik:

Die (Pariser) Regierung erscheint oft als unfähig. Das allzu zentralisierte Regierungssystem (...) erweist sich als Nachteil. Die Lähmung des französischen Staates wirkt sich auch auf die Europa-Politik aus. Es stellt sich die große Frage, ob es nach der Krise die deutsch-französische Achse noch geben wird. Schon davor funktionierte sie nicht mehr so wie in früheren Jahren. Deutschland wird die einzige Führungsmacht in der EU sein, ungeachtet dessen, dass Emmanuel Macron zuletzt mit zahllosen Reformvorstellungen für eine zukünftige EU hervortrat. Allerdings flüchtete der französische Präsident in der Vergangenheit häufig vor innenpolitischen Problemen in die Außenpolitik. Dazu wird er aber jetzt angesichts der schweren Krise im eigenen Land kaum mehr die Möglichkeit haben.

Jörg Tschürtz

Pressereaktionen: "De Telegraaf"

07:01
28.04.2020
Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ kommentiert am Dienstag die Debatten um Lockerungen der Corona-Maßnahmen:

All diese strengen Maßnahmen haben dazu geführt, dass wir scheinbar das größte Elend überwunden haben; Ärzte, Krankenschwestern und alle anderen Helden im Gesundheitswesen sind erfolgreich. Insofern ist die Forderung, die Wirtschaft langsam wieder anzukurbeln, logisch. Um nicht unterzugehen müssen Unternehmer wieder anfangen, Umsätze zu machen. Gleichzeitig warnen Ärzte davor, dass ein zu schneller Neubeginn des normalen Lebens bedeutet, dass uns eine zweite Corona-Welle überfluten könnte. Hier den richtigen Weg zu finden, ist ein teuflisches Dilemma.

Jörg Tschürtz