UN-Kommunikations-Chefin Melissa Fleming bezeichnet die Folgen der Corona-Krise als die "größte Herausforderung für die UN" seit deren Gründung vor 75 Jahren. Im ZDF-heute-Interview warnte sie am Sonntag vor einer drohenden Hungerkatastrophe.
Schon jetzt hätten Hunderttausende Menschen in den Entwicklungsländern große Angst, das Virus nicht zu überleben. "Nicht, weil sie krank werden, sondern weil sie kein Geld mehr haben", sagt die UN-Untergeneralsekretärin für globale Kommunikation.
Dabei betonte Fleming zudem, dass die Folgen einer solchen Katastrophe auch in den wohlhabenderen Ländern deutlich zu spüren sein würden.
"Wir werden eine riesige Steigerung der Armut in den Entwicklungsländern, sogar in der reichen Welt sehen." Mehr Menschen würden sich zur Flucht aus ihren Heimatländern gezwungen sehen. Ein Blick in die Geschichte lege zudem nahe, dass die Krise zu neuen Kriegen führen werde. "Wir müssen uns vorbereiten, und deshalb sagen wir als UN: Lasst das nicht auf uns zukommen, sondern versuchen wir ganz dringend, alle Länder der Welt zu stützen."