Die Außenminister der deutschsprachigen Länder (Österreich, Schweiz, Deutschland, Liechtenstein und Luxemburg besprachen am Dienstag per Videokonferenz aktuelle Themen - allen vorauf natürlich auch Covid-19. und die Exit-Strategie.
Jean Asselborn bedauerte in diesem Zusammenhang die Schließungen und Kontrollen an den EU-Binnengrenzen und sprach sich für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Personenfreizügigkeit innerhalb des Schengenraumes aus. „Wir sollten vermeiden, dass die aktuelle Situation langfristige Spuren in den Grenzregionen hinterlässt und uns dafür einsetzen, dass die Grenzen unsere Bürger nicht unnötig in ihren Bewegungsabläufen behindern“, gab er zu bedenken.
Sommerurlaub in Gefahr
Der deutsche Außenminister Maas sagte nach der Videokonferenz: „Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten“.
Der Politiker schloss dabei aber nicht aus, dass die Grenzen für Touristen vor dem Sommer wieder geöffnet werden und Urlaubsreisen mit gewissen Einschränkungen möglich werden. Dies sei schwer zu prognostizieren, sagte er. Im Moment gebe es aber noch in vielen Ländern Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. „Das sind keine Voraussetzungen, mit denen man überhaupt einen erholsamen Urlaub verbringen kann.“
Die Minister tauschten sich auch über Asyl- und Migrationsfragen aus. Asselborn begrüßte in diesem Zusammenhang, dass Deutschland, als zweites Land, unbegleitete Minderjährige aus den Flüchtlingsunterbringungen auf den griechischen Inseln aufgenommen hat und drückte die Hoffnung aus, dass zeitnah weitere Länder nachziehen werden.