Letztes Update:
20200519144319

Luxemburg: 13 neue Infizierte, ein weiterer Todesfall

15:29
19.04.2020
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist am Sonntag in Luxemburg auf 3.550 gestiegen. Der Lungenkrankheit ist ein weiterer Mensch zum Opfer gefallen. Damit sind es 73 Todesfälle. 

2.917 der positiv getesten Personen sind Einwohner des Großherzogtums, 633 haben ihren Wohnsitz außerhalb Luxemburgs. 

Insgesamt meldet die Regierung Stand Sonntagnachmittag 33.666 durchgeführte Tests, 27.429 davon an Einwohnern, 6.237 an Nichtansässigen.

Tom Rüdell

Slowenien lockert den Lockdown - Stichprobe nach Wiener Vorbild

15:28
19.04.2020
Das EU-Land Slowenien leitet erste Lockerungen der Maßnahmen zur Zurückdrängung der Corona-Pandemie ein. Baumärkte, Technikläden und Möbelgeschäfte können an diesem Montag ebenso wieder öffnen wie Wäschereien, Kfz-Werkstätten und Reparaturgeschäfte. Auch Anstreicher für Außenarbeiten, Dachdecker, Gärtnereibetriebe und Drive-by-Imbisse dürfen wieder ihre Tätigkeit aufnehmen. Friseurläden, Schönheitssalons und Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 400 Quadratmetern sollen den Plänen zufolge zwei Wochen später öffnen.

Um sich auf bessere Daten stützen zu können, lässt die Regierung in Ljubljana ab Montag 3000 Bürger stichprobenartig auf das Coronavirus testen. Die Auswahl der Probanden traf das slowenische Statistische Amt in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Ljubljana. Das Vorhaben folgt einem Beispiel des Nachbarlands Österreich. Dort waren zu Monatsbeginn 2000 Bürger repräsentativ getestet worden.

Tom Rüdell

Kanada: Erschreckende Zustände in Altenheim in Montréal

14:23
19.04.2020
Eine Seniorenresidenz bei Montréal ist nach dem Tod von 31 Bewohnern innerhalb weniger Wochen in der Coronavirus-Krise im kanadischen Québec in den Fokus gerückt. Im Laufe der vergangenen drei Wochen kamen immer mehr erschreckende Details über Missstände in dem privaten Altenheim Herron in Dorval ans Licht. Fast alle Pflegekräfte hatten das Heim verlassen, als Vertreter der lokalen Gesundheitsbehörden Ende März dort eintrafen. Aus einer Sammelklage geht hervor, dass sich zuletzt eine Krankenschwester und zwei Pfleger um 130 Bewohner gekümmert haben sollen. Die Polizei und das Gesundheitsministerium ermitteln.

Am 26. März war ein Bewohner in ein Krankenhaus eingeliefert worden, wo er positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde und starb. In der Folge versuchte die lokale Gesundheitsbehörde, Zugang zu dem Heim zu bekommen. Erst am 10. April stellte sich heraus, dass seit dem 13. März 31 Menschen in dem Heim gestorben waren, wie der Premierminister von Québec, Francois Legault, erklärte. Mindestens fünf der Toten waren mit dem Coronavirus infiziert. Die Todesursache der 26 anderen ist weiter unklar. Legault sprach mit Blick auf das Altenheim von „grober Fahrlässigkeit“, wie lokale Medien berichteten.

Von 99 verbleibenden Herron-Bewohnern seien 61 positiv auf das Coronavirus getestet worden, erklärte die Gesundheitsbehörde CIUSSS am Sonntag auf Anfrage. Einige Testergebnisse stünden noch aus. Québec ist in absoluten Zahlen die Provinz, die in Kanada am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen ist. Nach offiziellen Angaben gibt es dort mehr als 17.500 nachgewiesene Infektionen, 805 Menschen starben in der Folge.

Tom Rüdell