Letztes Update:
20200519144319

Gottesdienste in Rheinland-Pfalz ab Mai

14:55
18.04.2020
Gottesdienste sollen in Rheinland-Pfalz unter strengen Schutzauflagen möglichst von Mai an wieder zugelassen werden. Darauf verständigten sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Spitzen der rheinland-pfälzischen Bistümer sowie der Landeskirchen. „Die Landesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land wollen gemeinsam sehr schnell gute Lösungen für die Gläubigen finden“, sagte die Ministerpräsidentin nach einer Telefonkonferenz am Samstag mit den führenden Geistlichen des Landes.

Wer ein überzeugendes Schutzkonzept vorlegen könne, solle in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit erhalten, gemäß den jeweils aktuellen Vorgaben des Bundes und der Länder wieder zu Gottesdiensten nach dem 30. April einladen zu dürfen, so die Ministerpräsidentin. Sie werde in den kommenden Tagen dazu auch Gespräche mit der jüdischen Gemeinschaft und mit dem Runden Tisch Islam führen.

Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dankte Dreyer, dass die Landesregierung den religiösen Belangen der Menschen eine solche Aufmerksamkeit zukommen lasse. Die Klarheit und Besonnenheit des politischen Handelns im Bund und in den Ländern in der Pandemie sei „stark und gut“ gewesen, die Transparenz hilfreich.

Trump: Viel Macht und wenig Verantwortung

14:32
18.04.2020
US-Präsident Donald Trump hat Proteste gegen Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in mehreren US-Bundesstaaten angeheizt und dafür teils scharfe Kritik geerntet. „Ich denke, einige Dinge sind zu hart“, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf Michigan, Minnesota und Virginia - demokratisch regierte Bundesstaaten, die in der Corona-Krise strenge Maßnahmen ergriffen haben. Zuvor hatte der Republikaner auf Twitter in Großbuchstaben „Befreit Michigan!“, „Befreit Minnesota!“ und „Befreit Virginia!“ geschrieben.

Der demokratische Gouverneur des Bundesstaates Washington, Jay Inslee, verurteilte die „illegalen und gefährlichen“ Äußerungen des Präsidenten. „Er bringt Millionen Menschen in Gefahr, an Covid-19 zu erkranken. Seine verstörenden Tiraden und seine Aufrufe, wonach Menschen Bundesstaaten "befreien" sollen, könnten auch zu Gewalt führen“, hieß es in einer Mitteilung Inslees am Freitag. „Der Präsident ist entgleist.“

In den USA gab es nach Erhebungen der Johns-Hopkins-Universität bis Samstagvormittag (Ortszeit) mehr als 37 000 Tote infolge einer Coronavirus-Infektion. Mehr als 700 000 Menschen wurden positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Laut einer Zählung der „New York Times“ sind nach einer Infektion mit dem Virus mindestens 7000 Menschen in Seniorenheimen gestorben - was rund einem Fünftel aller Todesfälle entspricht.

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