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Staats- und Regierungschefs der G7 beraten über Corona-Krise

05:42
16.04.2020
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe führender Industrieländer wollen am Donnerstag in einer Videoschalte über den Kampf zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten. Das Gespräch kommt unmittelbar nach US-Präsident Donald Trumps Frontalangriff gegen die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es gehe bei der Videoschalte darum, die nationalen Corona-Strategien zu koordinieren, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses vorab.

Die US-Regierung hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der G7-Gruppe inne, zu der auch Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan gehören. Ein ursprünglich für Juni in den USA geplantes G7-Gipfeltreffen hatte Washington im vergangenen Monat wegen der Pandemie abgesagt. Damals hatte Trump seine Amtskollegen erstmals zu einer Videoschalte eingeladen. Diese sollen nun regelmäßiger stattfinden. 

Bislang gab es im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie viele nationale Alleingänge, etwa die zuerst von der US-Regierung verhängten Einreisesperren für Reisende aus China und dann später dem europäischen Schengen-Raum. Die G7 verständigten sich aber zum Beispiel Anfang der Woche darauf, den ärmsten Ländern Schuldenerleichterungen zu gewähren. Damit soll den Staaten mehr Spielraum zur Verfügung stehen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Auch China und die übrigen Staaten der G20-Gruppe haben dem Vorhaben inzwischen zugestimmt.

Sarah Cames

USA: Erstmals über 2400 Corona-Tote an einem Tag, Trump will Lockerungen vorstellen

05:33
16.04.2020
In den USA sind der Universität Johns Hopkins zufolge innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus gestorben wie noch nie zuvor. Bis Mittwochabend (Ortszeit 21.00 Uhr/3.00 Uhr MESZ) verzeichneten die Experten der Universität in den Vereinigten Staaten 2494 Todesfälle binnen 24 Stunden. Der vorherige Höchstwert war demnach am Dienstag mit 2303 Toten erreicht worden. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Seit Beginn der Epidemie sind der Universität zufolge in den USA mehr als 28.300 Menschen infolge einer Infektion mit dem Virus ums Leben gekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle in den USA liegt demnach bei mehr als 630.000 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwochabend im Weißen Haus, viele andere Länder würden ihre Zahlen nicht so transparent veröffentlichen - daher lägen die USA ganz oben in der Statistik. "Glaubt irgendwer wirklich den Zahlen aus einigen dieser Länder?" sagte er. "Wir haben mehr Fälle, weil wir mehr berichten."

Trump hat bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses am Mittwoch neue Richtlinien angekündigt, die eine Rückkehr zur Normalität in den Vereinigten Staaten einläuten sollen. Diese Richtlinien seiner Regierung für US-Bundesstaaten sollten an diesem Donnerstag vorgestellt werden.

"Der Kampf dauert an, aber die Daten deuten darauf hin, dass wir landesweit den Höhepunkt der Fälle überwunden haben. Hoffentlich wird das andauern." Trump fügte hinzu: "Während wir wachsam bleiben müssen, ist es deutlich, dass unsere aggressive Strategie funktioniert." Trump sagte, manche Bundesstaaten könnten früher wieder öffnen als andere - sogar schon vor dem 1. Mai. Trump wird vorgeworfen, die Bedrohung durch das neuartige Coronavirus zunächst kleingeredet zu haben.

Sarah Cames