Anfang März: Die Corona-Pandemie hat Luxemburg erreicht, aber die Zahl der Infizierten liegt zu dieser Zeit noch im einstelligen Bereich. Die Regierung diskutiert, wie sie auf die Krise reagieren soll. Cheng Xia hat eigentlich Urlaub. Doch der Ernst der Lage ist ihm vielleicht schneller klar als vielen anderen hier im Land. Denn durch seine enge Verbindung zu China weiß Cheng Xia genau, wie schnell die Lage sich ändern kann.
Spontan lässt er seine Kontakte im Reich der Mitte spielen und kommt durch Zufall an einen Lieferanten für Beatmungsgeräte. „Dann ging alles sehr schnell. Ich schrieb eine E-Mail an meine Kontakte in der Sportwelt in Luxemburg. Und kurz darauf meldete sich Sportminister Dan Kersch bei mir, wenig später auch das Außenministerium“, erklärt Xia. Seitdem arbeitet Cheng Xia als Freiwilliger in der Cellule de procurement der Santé in der Villa Louvigny.