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Geisterspiele in der deutschen Bundesliga

04:49
15.04.2020
Der Virologe Ulf Dittmer sieht dem Vorhaben der deutschen Fußball-Bundesliga, die Saison in der anhaltenden Corona-Krise mit Geisterspielen zu beenden, mit gemischten Gefühlen entgegen. Für unproblematisch hält er Pläne, nur rund 250 Beteiligte pro Partie in das Stadion zu lassen. Andere angeblich angedachte Maßnahmen bewertet der Direktor des Essener Instituts für Virologie in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur jedoch kritisch.

So äußerte er Zweifel, ob die angeblich alle drei Tage geplanten Tests von Profis und Betreuern auf das Corona-Virus „ethisch vertretbar“ sind: „Wir haben keine unendlichen Testkapazitäten. Wir müssen unsere Tests so vernünftig einsetzen, dass sie denjenigen Personen, die sie wirklich benötigen, zugute kommen. Das sehe ich sehr kritisch, wenn sich die Ressourcen für die Tests nicht deutlich verbessern“, sagte Dittmer.

Die größten Probleme sieht er für den Fall eines positiv getesteten Profis. „Wenn man 90 Minuten Fußball spielt, gibt es so viele enge Kontakte, dass man sagen müsste, dass die Personen aus der Kontaktgruppe 1 eines Infizierten - so nennt man die Gruppe mit der höchsten Gefährdung - in Quarantäne gehen. Das ist das Vorgehen der allermeisten Gesundheitsämter“, sagte Dittmer.

Jörg Tschürtz

Kinder aus griechischen Asyllagern treffen in Luxemburg ein

04:45
15.04.2020
Trotz Corona-Pandemie beginnt am heutigen Mittwoch die Ausreise minderjähriger Flüchtlinge aus den überfüllten griechischen Flüchtlingslagern in andere EU-Länder.

Zwölf Kinder sollen am Vormittag an Bord eines Flugzeugs aus Athen nach Luxemburg kommen. Der Transfer wird von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) organisiert. Am Samstag sollen weitere 50 Minderjährige aus Griechenland nach Deutschland fliegen.

Insgesamt haben sich zehn EU-Staaten bereit erklärt, mindestens 1.600 unbegleitete Minderjährige und andere Migranten aus den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln zu holen.

Jörg Tschürtz

Schulen in Dänemark öffnen wieder

04:41
15.04.2020
Dänemark wagt sich mit der Öffnung seiner Schul- und Tageseinrichtungen für jüngere Kinder an eine erste vorsichtige Lockerung seiner Corona-Maßnahmen. Nach einem Monat mit geschlossenen Türen öffnen ab dem heutigen Mittwoch neben Kinderkrippen und Kindergärten auch die Schulen für die Schüler bis zur fünften Klasse wieder.

Damit sollen in erster Linie Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder in der Corona-Krise bisher neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten. Weitere Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus könnten folgen.

Zur Frage des Tages

Jörg Tschürtz