"Die Europäische Gemeinschaft wurde unter anderem mit dem Gedanken geschaffen, in Krisensituationen, wie der aktuellen COVID- 19 Pandemie, gemeinsam effizientere Lösungen finden zu können. Leider muss man gerade feststellen, dass genau das Gegenteil passiert und viele Staaten in alte Verhaltensmuster zurückfallen anstatt gemeinsam mit den europäischen
Partnern nach Auswegen aus der Krise zu suchen."
"Geschlossene Grenzen und bewaffnete Grenzkontrollen werden von vielen Bürgern unserer beiden Länder, 75 Jahre nach Kriegsende, Jahre in denen grenzüberschreitende Freundschaften zum Wohl aller Mitbürger der Großregion entstanden sind, als belastend und symbolisch fehl am Platz empfunden."
Zudem seien die Einschränkungen in Luxemburg weitaus schärfer als in Deutschland, die von Luxemburg getroffenen Maßnahmen seien "europaweit vorbildlich". Aus diesem Grund ginge von Luxemburg nicht mehr Gefahr aus, als von Deutschland.
"Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass die Grenzen wieder geöffnet werden, die Grenzkontrollen aufgehoben werden und Fährverbindung zwischen Wasserbillig und Oberbillig wieder in Betrieb genommen wird.", so die unterzeichnenden Bürgermeister in ihrem Schreiben an die beiden Ministerpräsidenten.
Es unterzeichneten die Bürgermeister folgender Ortschaften:
- Wasserbillig (L)
- Grevenmacher (L)
- Wormeldingen (L)
- Stadtbredimus (L)
- Remich (L)
- Schengen (L)
- Wasserliesch (D)
- Oberbillig (D)
- Temmels (D)
- Wellen (D)
- Nittel (D)
- Wincheringen (D)
- Palzem (D)
Erst am Donnerstag hatten die Bürgermeister der gegenüberliegenden Grenzgemeinden Rosport (L) und Ralingen (D) ein ähnliches Schreiben aufgesetzt.