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Frankreich: Ausgangsbeschränkungen um vier Wochen verlängert

18:13
13.04.2020
Die strikten Ausgangsbeschränkungen in Frankreich wurden um weitere vier Wochen verlängert. Wie Präsident Emmanuel Macron am Montagabend erklärte, werden die Anti-Corona-Massnahmen bis zum 11. Mai in Kraft bleiben. 
Der 11. Mai soll der Beginn einer neuen Etappe sein. Von dann an sollen progressiv Schulen wieder eröffnet werden. Auch sollen die Einwohner dann ihre Arbeit wieder aufnehmen können.
Man sehe in Frankreich Fortschritte, die Pandemie sei jedoch noch nicht überwunden. In seiner Ansprache bedankte sich der französische Präsident auch bei Luxemburg, das mehrere Covid-19-Patienten aus dem Nachbarland aufgenommen hatte.

Sophie Hermes

Lockerung der Maßnahmen: Österreich startet erste Stufe

17:06
13.04.2020
Österreich beginnt am Dienstag nach vier Wochen im Notbetrieb mit der Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. In einem ersten Schritt dürfen alle kleinen Läden mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie die Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen. Verbunden ist das Vorgehen mit strengen Auflagen. Alle Kunden und Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen, der Mindestabstand von einem Meter ist einzuhalten und die Zahl der Kunden im Verkaufsraum wird begrenzt. Das Bedecken von Mund und Nase durch einen speziellen Schutz oder einen Schal wird in allen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pflicht. Auch die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis Ende April in Kraft.

Die österreichische Regierung hatte bereits Mitte März fast alle Geschäfte schließen lassen. Im internationalen Vergleich ist die Entwicklung bei den Coronafällen eher günstig. Die Zahl der Neugenesenen übersteigt seit geraumer Zeit die der Neuinfizierten.

dpa

WHO rät zu äußerster Umsicht bei Weg zurück zur Normalität

16:57
13.04.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut zu äußerster Umsicht bei der Lockerung strenger Maßnahmen geraten. „Jetzt ist die Zeit für Wachsamkeit. Jetzt ist die Zeit sehr, sehr vorsichtig zu sein“, sagte WHO-Experte Michael Ryan. Wer erste Schritte zurück zur Normalität gehe, müsse mehrere Bedingungen erfüllen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dazu gehöre nicht zuletzt die Fähigkeit, die Infizierten schnell identifizieren und isolieren zu können. Er warnte, dass sich das Coronavirus zwar schnell ausbreite, aber sehr langsam weiche. Das Virus sei zehnmal tödlicher als die Schweinegrippe 2009, so Tedros. Die Menschen müssten auf absehbare Zeit ihr Verhalten ändern und soziale Distanz leben, hieß es.

Zur Frage, ob einmal Infizierte einen Schutz vor Wiederansteckung hätten, hielt sich die WHO zurück. Es gebe noch viel zu wenige Daten, um das wirklich grundsätzlich beantworten zu können. Aktuell gehe man davon aus, dass einmal Erkrankte zumindest für eine gewisse Zeit einen Schutz genießen würden. Wie lange diese Zeit sei, sei aber unklar. 

dpa