Letztes Update:
20200519144319

Coronavirus: Von der Leyen hofft auf Impfstoff Ende des Jahres

07:44
12.04.2020
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft, dass gegen Ende des Jahres ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt sein könnte. Ihrer Ansicht nach sitzen zwei der vielversprechendsten Forscherteams in Europa. „Sie planen, schon bald mit den klinischen Tests zu beginnen“, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“. Dann folgten noch mehrere Schritte bis zu einer Zulassung und Massenproduktion eines Impfstoffs. „Ich hoffe, dass sie gegen Ende des Jahres einen Impfstoff entwickelt haben“, sagte die Politikerin. Für eine zügige Impfkampagne spreche die EU bereits jetzt mit Herstellern über weltweite Produktionskapazitäten.
Von der Leyen rechnet dem Zeitungsbericht zufolge damit, dass es vorerst weiter Besuchsbeschränkungen in Altenheimen wegen des Coronavirus geben muss. „Ohne Impfstoff müssen die Kontakte der Senioren so weit es geht eingeschränkt bleiben. Ich weiß, das ist schwer und die Einsamkeit drückt. Aber es geht um Leben. Wir müssen diszipliniert bleiben und sehr geduldig sein“, sagte von der Leyen der Zeitung. „Wir werden über viele Monate, wahrscheinlich bis ins nächste Jahr, lernen müssen, mit dem Virus zu leben.“
Schulen und Kindertagesstätten könnten indes schon vorher wieder öffnen, denkt die Kommissionspräsidentin: „Kinder und Jugendliche werden früher mehr Bewegungsfreiheit haben als alte Menschen und Leute mit Vorerkrankungen.“
In der kommenden Woche will von der Leyen die Leitlinien und Empfehlungen der EU-Kommission für eine Exit-Strategie aus den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus vorstellen. Ein Datum wolle sie aber nicht nennen, da die EU-Mitgliedsstaaten sich in ganz unterschiedlichen Stadien der Pandemie befänden und jedes Land seine eigenen Entscheidungen treffen müsse. „Ich will das gar nicht zentral entscheiden, weil die Lage in Mailand ganz anders ist als in Münster, ebenso zwischen städtischen und ländlichen Räumen“, sagte von der Leyen weiter.

dpa

Neue Zahlen: 62 Tote, 3.270 Infizierte in Luxemburg

16:38
11.04.2020
In Luxemburg sind acht weitere Menschen an einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Todesfälle somit nun auf 62. Das Medianalter der Verstorbenen beträgt 86 Jahre. Am Freitag waren es 87 Jahre.
Die Zahl der bestätigten Infektionen ist von Freitag auf Samstag unterdessen um 47 Einheiten auf 3.270 Personen gestiegen. Das Durchschnittsalter der Infizierten liegt bei 46 Jahren.
210 Covid-19-Patienten werden derzeit in Krankenhäuser behandelt. 33 davon befinden sich auf der Intensivstation. Insgesamt konnten bereits 444 Menschen das Krankenhaus verlassen.
Seit Beginn der Krise wurden in Luxemburg 28.965 Tests durchgeführt (Plus 692 im Vergleich zum Freitag).

Sophie Hermes