Letztes Update:
20200519144319

Italiener müssen bis 3. Mai zu Hause bleiben

08:40
10.04.2020
Die italienische Regierung will die Ausgangsverbote für die Bürger nach Medienberichten bis zum 3. Mai verlängern. Einen solchen Beschluss wolle Premierminister Giuseppe Conte am Freitag vor der Presse verkünden, schrieb die Zeitung „La Repubblica“. Auch andere Print- und TV-Medien meldeten, das Land werde frühestens am 4. Mai, also in mehr als drei Wochen, wieder großflächig geöffnet.

Ein Großteil der derzeit geschlossenen Unternehmen müsste bis dahin noch auf die Wiederaufnahme der Produktion warten, hieß es in der Zeitung „Corriere della Sera“ am Freitag. Die Schulen könnten sogar bis zum Beginn der Sommerferien geschlossen bleiben und damit erst im September wieder öffnen, wie Medien meldeten.

Die Verlängerung des strikten Ausgangsverbots, das seit dem 10. März gilt, habe die Regierung am Vortag mit wissenschaftlichen Beratern sowie den Regionen und Gewerkschaften abgestimmt, hieß es. Die Menschen dürfen derzeit nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit oder zum Einkaufen müssen.

dpa

Dunkelziffer in Österreich: Drei Mal mehr Infizierte als bekannt

08:38
10.04.2020
In Österreich sind laut einer Dunkelziffer-Studie deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als die offizielle Statistik ausweist. Im Vergleich zu den Anfang April offiziell als infiziert ausgewiesenen rund 8.500 Menschen seien tatsächlich wohl etwa 28.500 Personen betroffen gewesen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Sora am Freitag mit. Das entspreche 0,33 Prozent der Bevölkerung. Die Schwankungsbreite sei allerdings erheblich: Es sei von einer Spanne zwischen 10.200 und 67.400 Infizierten auszugehen.

Die hochgerechnete Infektionsrate weise auf einen noch niedrigen Immunisierungsstatus in der Bevölkerung hin. Wenn es nicht gelinge, Neuinfektionen zu verhindern, drohe schnell wieder ein exponentielles Wachstum bei der Zahl der Fälle. Für die Studie ließ das Meinungsforschungsinstitut Sora rund 1.500 Menschen auf das Virus testen. 

dpa

Mouvement écologique fordert zum Umdenken auf

08:21
10.04.2020
Die Corona-Krise soll genutzt werden, um die Zukunft neu zu gestalten. Dies fortdert der Mouvement écologique. Es liege an der Gesellschaft, nach der Krise nicht in ein Business as usual zu verfallen. „Wenn wir heute zum Schutz von Menschenleben zu Recht derartige tiefgreifende Eingriffe in unsere Lebenswelt akzeptieren, dann müssen wir definitiv bereit sein, Eingriffe hinzunehmen, um ein Überleben auf diesem Planeten zu ermöglichen“, lautet der Appell der Vereinigung. Die Bewältigung der Biodiversitäts- und der Klimakrise fordere keinen Lockdown wie die Corona-Krise. Es erfordere aber tiefgreifende Veränderungen, die in weiten Teilen im Sinne dessen sind, was zahlreiche Menschen derzeit als besonders anstrebenswert und bereichernd empfinden.

Sophie Hermes