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Trump sieht USA am Höhepunkt der Pandemie

06:57
10.04.2020
US-Präsident Donald Trump sieht die USA auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise. „Ich bin ziemlich sicher, dass wir auf dem Gipfel des Hügels sind. Und jetzt gehen wir herunter. In einigen Fällen haben wir diesen Prozess schon begonnen“, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Vize-Präsident Mike Pence präzisierte im Anschluss, dass die Gebiete, die besonders von der Epidemie betroffen seien - wie New York, Louisiana und Detroit, dem Höhepunkt „nah“ seien. „Es gibt Anzeichen für Fortschritte. Und Hoffnung wird sichtbar“, sagte Pence.
Trump zeigte sich optimistisch, dass weniger Menschen in der Krise sterben könnten als mindestens erwartet worden waren. Er sprach von einem Niveau, das niedriger liegen könnte als 100 000. An zwei Tagen in Folge waren zuletzt fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben.
Mit Blick auf die Todeszahlen sprach der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, der Virologe Anthony Fauci, von einer „schlimmen Woche“. „Tatsächlich scheint es jeden Tag einen Rekord im Vergleich zum Vortag zu geben“, sagte Fauci. Während die Todeszahlen anstiegen, sinke die Zahl der Menschen, die ins Krankenhaus kommen, „dramatisch“. „Das geht in die richtige Richtung“, sagte er weiter.
In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gab es bis Donnerstag rund 450 000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, wie Daten der Universität Johns Hopkins zeigten. Rund 16.000 Menschen starben demnach.

dpa

Zahl der Neuinfektionen in Südkorea fällt weiter

05:57
10.04.2020
Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit Februar auf unter 30 gefallen. Am Donnerstag seien 27 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Die Gesamtzahl stieg demnach auf 10 450. Es wurden 208 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht.
Zum ersten Mal wurde kein Infektionsfall aus der südöstlichen Millionenstadt Daegu gemeldet, die im Mittelpunkt des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 stand. Über die Hälfte aller Fälle im Land wurde in Daegu registriert.
Die Behörden sahen in den weiter rückläufigen Fallzahlen ein weiteres „positives Signal“, ohne jedoch Entwarnung zu geben. In einigen Fällen sei die Quelle der Neuinfektion nicht bekannt, sagte Vizegesundheitsminister Kim Gang Lip. Es bestehe nach wie vor das Risiko einer zweiten Welle von Masseninfektionen. Die Menschen sollten sich trotz Ermüdungserscheinungen weiter an die Maßnahmen halten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und den nötigen Abstand zu ihren Mitmenschen halten.
Sorgen bereitete den Behörden zuletzt neben kleineren lokalen Häufungen von Neuerkrankungen die wachsende Zahl „importierter“ Fälle. Am Samstag sollen laut Kim 80 Südkoreaner mit einem Charterflugzeug aus Spanien zurückgeholt werden, das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist.

dpa