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Brasilien: erste Covid-19-Tote in den Favelas

05:03
09.04.2020
Erstmals sind Bewohner der Favelas von Rio de Janeiro im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich dabei um zwei Menschen aus der Rocinha, wie der Bürgermeister der Stadt, Marcelo Crivella, am Mittwoch in einem Interview sagt. Die Rocinha in der Südzone Rios ist mit offiziell 70.000 Einwohnern eines der größten Armenviertel Rios und Brasiliens. In Rios insgesamt 763 Favelas mit zwei Millionen Bewohnern in kleinen, oftmals unverputzten Häusern hatte man sich wegen des Ausbruchs und der Ausbreitung der Corona-Krise besondere Sorgen gemacht.
Die Elendsviertel der Stadt können die Übertragung von Krankheiten beschleunigen. „Wer in einer Favela wohnt, hat kein Wasser, um die Hände zu waschen“, sagte Gabriela Anastácia von dem Observatório das Favelas der Deutschen Presse-Agentur. „Wer in einer Favela wohnt, kann sich nicht sozial distanzieren, weil er mit fünf, sechs, neun Personen zusammenwohnt.“ 60 Prozent der Bewohner von Armenvierteln haben nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie auch keine finanziellen Möglichkeiten, eine weitere Woche über die Runden zu kommen, ohne arbeiten zu gehen oder Unterstützung zu bekommen.
Viele Armenviertel werden von kriminellen Organisationen kontrolliert, die sich vor allem durch Drogenhandel finanzieren und schwer bewaffnet sind. Während der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro das Coronavirus noch als „gripezinha“ bezeichnete, untersagten Drogenbanden und Milizen aus Angst vor einer Ansteckung und Ausbreitung bereits Ausländern den Zugang und verhängten Ausgangssperren für die Bewohner mancher Favelas, wie zunächst lokale Medien berichteten. Dies brachte Nichtregierungsorganisationen zufolge inzwischen wiederum die Polizei auf den Plan.

dpa

Band U2 spendet Millionen für Kampf gegen Coronavirus

04:54
09.04.2020
Die irische Rockband U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtete das irische Fernsehen RTE am Mittwochabend. An der Aktion zur Beschaffung medizinischer Hilfe beteiligen sich nach diesen Angaben auch eine Reihe von Firmen. Die Band um ihren Frontman Bono setzt sich seit Jahren für eine Reihe von sozialen und politischen Projekten ein.
In Irland sind bisher knapp 6000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bisher gab es nach offiziellen Angaben vom Mittwochabend 235 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

dpa

Dankesschreiben der Patientevertriedung

20:10
08.04.2020

Die Patientenvertretung dankt am Mittwochabend allen Akteuren des Gesundheitswesens für ihren Einsatz in der Corona-Krise. Auch wenn die Rolle der Vereinigung in erster Linie eine Kritische sei, so wolle man zu diesem Zeitpunkt Worte des Dankes an alle Beteiligten richten. Vom Pflegepersonal über die Mediziner und die Regierung bis hin zu den Freiwilligen, die Masken herstellen, werde hervorragende Arbeit geleistet, die man würdigen wolle.

Die Mitteilung trägt den Titel: Merci, Danke, Thanks, Obrigado, Grazie !!!

Teddy Jaans