Claude Meisch war am Freitagmorgen zu Gast bei RTL. Im Gespräch wiederholte er einen Teil der Aussagen, die er bereits am Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz zum weiteren Ablauf des Schuljahres getätigt hatte.
Verständnis und Besonnenheit sind angesagt, so der Minister. Insgesamt zeigte sich Meisch zufrieden mit der Art und Weise, wie die Akteure sich in der besonderen Situation zurecht gefunden haben.
In letzter Instanz wisse man noch nicht, ob das Stichdatum 4. Mai eingehalten werden könne und oberstes Ziel sei es, das laufende Schuljahr sauber abzuschließen. Die Wissensvermittlung in den eigenen vier Wänden habe gegenüber dem normalen Schulbetrieb Defizite, daher müsse man die Schüler nach Ende der Krise auffangen. Flexibilität sei das Motto, so der Minister weiter.
Der 4. Mai sei aufgrund von Auswertungen als Stichdatum für die Wiederaufnahme des regulären Unterrichts festgehalten worden, der Ministerrat werde zu gegebenem Zeitpunkt darüber befinden, ob dieses Datum eingehalten werden kann.
Er macht sich dennoch keine großen Sorgen über das Datum der Premièresexamen (25. Mai). Sollte der Unterricht dann immer noch ausgesetzt sein, könne man auf die gesamte bauliche Infrastruktur der Schulen zurückgreifen, um die Examen unter den gebotenen sanitären Bedingungen abzuhalten. Sein Rat an die Schüler der Abschlussklassen lautet daher, den Lehrstoff, der bis Mitte März unterrichtet worden war, weiter zu pauken. Man sei zudem darauf bedacht, das der 2020er Abschluss mit den Diplomen anderer Jahre gleichzusetzen sei und den angehenden Studenten erlaube, ihre weiteren Studien mit dem nötigen Wissen erfolgreich zu absolvieren.
Die Sommerferien werden nicht verschoben oder verkürzt, so der Minister, der dazu meinte: "So wie die Schüler auch jetzt ihre Osterferien brauchen, so werden sie auch froh sein, im Sommer neue Kräfte zu sammeln."
Teddy Jaans