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Schiff „Zaandam“ darf in Florida einlaufen

19:36
02.04.2020
Das vom Coronavirus betroffene Kreuzfahrtschiff „Zaandam“ darf nach Angaben des Bürgermeisters von Fort Lauderdale in den Hafen der Stadt in Florida einlaufen. Die Küstenwache sowie verschiedene Behörden hätten sich darauf geeinigt, dass die „Zaandam“ und ihr Schwesterschiff „Rotterdam“ die Erlaubnis bekämen, im Hafen von Fort Lauderdale anzulegen, schrieb der Bürgermeister der Stadt, Dean Trantalis, am Donnerstag auf Twitter.
Auf der „Zaandam“ waren mehrere Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Reederei Holland America Line - die sowohl die „Zaandam“ als auch die „Rotterdam“ betreibt - hatte am Montag mitgeteilt, vier Passagiere seien gestorben, andere seien in Lebensgefahr.
Trantalis erklärte, vereinbart seien diverse Schutzvorkehrungen, damit Infizierte nicht mit der lokalen Bevölkerung in Kontakt kämen. Die Mehrzahl der Passagiere, die nicht krank sei und keine Symptome habe, solle mit Bussen direkt zu Flugzeugen gebracht werden, um Fort Lauderdale zu verlassen. Eine kleine Gruppe schwer kranker Passagiere solle in örtliche Krankenhäuser gebracht werden. Jene mit leichten Krankheitsverläufen oder Symptomen sollten an Bord in Quarantäne bleiben.
Mit der Ankunft in dem Hafen in Florida wird eine längere Irrfahrt enden: Die „Zaandam“ war am 7. März in Buenos Aires ausgelaufen. Wegen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus war der Reiseverlauf komplett durcheinandergeraten. Mehrere lateinamerikanische Länder hatten der „Zaandam“ die Erlaubnis verweigert, in ihre Häfen einzulaufen.

dpa

AFP Das Kreuzfahrtschiff Zaandam.

USA: Arbeitslosenquote schnellt auf über 10 Prozent hoch

19:17
02.04.2020
Das unabhängige Haushaltsamt im US-Kongress (CBO) rechnet wegen der Corona-Krise für das zweite Quartal mit einer Arbeitslosenquote von mehr als zehn Prozent. Die Wirtschaftsleistung werde in den Monaten April bis einschließlich Juni voraussichtlich um mehr als sieben Prozent einbrechen, erklärte der Direktor des Amtes, Phillip Swagel, am Donnerstag. Der Rückgang könnte aber je nach Verlauf der Epidemie auch deutlich stärker ausfallen, warnte er.
Wegen der Zuspitzung der Corona-Krise waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA zuletzt dramatisch angestiegen. Ihre Zahl verdoppelte sich in der Woche bis 28. März von 3,3 Millionen auf nunmehr 6,65 Millionen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Erstanträge in der Vorwoche war bereits die höchste seit Beginn der Erfassung der Daten gewesen, nun gibt es abermals einen Rekord. Die Anträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt und deuten nun auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch hin.
Die Arbeitslosenquote im Februar - also noch vor der rasanten Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 in den USA - lag bei niedrigen 3,5 Prozent. Das war der niedrigste Stand seit Jahrzehnten.

dpa