Letztes Update:
20200519144319

Erstmals über 4000 Tote in Frankreich

18:48
01.04.2020
Im Ballungsraum Paris spitzt sich die Lage angesichts der Corona-Krise in den Krankenhäusern zu. Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon sagte am Abend, dass in Frankreich erstmals mehr als 4000 Patienten der Covid-19-Krankheit erlegen seien. Es starben in Krankenhäusern 4032 Menschen, das waren 509 mehr als am Vortag.
Es starteten zwei Sonderzüge mit schwer erkrankten Covid-19-Patientinnen und -Patienten aus der Hauptstadtregion in Krankenhäuser in die westfranzösische Region Bretagne.

dpa

WHO prüft Wirksamkeit von Mundschutz

18:22
01.04.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will prüfen, ob das Tragen von Mundschutz in der allgemeinen Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. „Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann“, sagte Tedros.
Österreich hatte nach anderen Ländern am Mittwoch das Tragen von Mundschutz beim Einkaufen verpflichtend gemacht. In Deutschland wurde auch darüber diskutiert, aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Dienstag, er sehe keine Notwendigkeit für eine Verpflichtung zum Maskentragen.
Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Die WHO warnte sogar, dass das Tragen von Masken die Menschen in falscher Sicherheit wiegen und verleiten könne, andere Vorsichtsmaßnahmen wie das gründliche Händewaschen zu vernachlässigen. Tedros betonte, dass diese Maßnahmen unabhängig von Mundschutz unbedingt eingehalten werden müssen.

dpa

Duterte: "Wenn jemand Ärger macht, erschießt sie"

18:15
01.04.2020
Mit drastischen Worten hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte während der wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen „Ordnung“ eingefordert. „Meine Anweisungen an die Polizei und das Militär, wenn jemand Ärger macht und ihre Leben in Gefahr sind: Erschießt sie“, sagte der Staatschef in einer am Mittwochabend ausgestrahlten Fernsehansprache. „Lasst dies eine Warnung an alle sein - folgt der Regierung jetzt, denn es ist entscheidend, dass wir Ordnung haben.“
Mitte März wurde die Hauptinsel Luzon, auf der mehr als die Hälfte der über 100 Millionen Einwohner des Landes leben, zunächst für einen Monat abgeriegelt. Schulen, öffentlicher Verkehr und die Arbeit in den Büros fallen seither aus.
In dem Inselstaat haben die Gesundheitsbehörden bislang 2.311 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen sowie 96 Tote gemeldet.

dpa