Der Präsident der Lehrergewerkschaft Féduse, Raoul Scholtes meinte nach den ersten zwei Wochen ohne klassischen Unterricht auf RTL,, man habe rasant schnell gelernt, sich an die neue Situation anzupassen.
"Dass wir ohnehin schon viele informatische Mittel eingesetzt haben, kam uns in dieser Situation zugute", so Scholtes, der aber auch zu bedenken gab: "Es bleibt ein Ersatz, Schule lebt durch den direkten Kontakt".
In diesem Sinn wäre mehr informatisches Material (Stichwort iPad für alle Schüler) nicht das Allheilmittel. Man habe eingangs den richtigen Rythmus finden müssen, einerseits wolle man die Zeit nicht verlieren, andererseits dürfe man die Schüler nicht überfordern.
Schwierigkeiten dürften die Schüler seiner Ansicht nach damit haben, dass sie zuhause sind aber dennoch täglich arbeiten müssen. Als Lehrer versuche man, dem unterschiedlichen Umfeld der jungen Leute Rechnung zu tragen.
Im Ministerium habe man als Lehrergewerkschaft stets ein offenes Ohr, Anpassungen würden einfließen. Gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen habe man erörtert, welche Programme und Materien weiterhin bearbeitet werden können. Ob der Unterricht nach den Osterferien wieder beginnt, wird sich wohl diese Woche herausstellen.
Das Schuljahr über den 15. Juli hinaus zu verlängern, um Verpasstes nachzuholen, sieht Scholtes nicht als Patentlösung an.