Letztes Update:
20200519144319

Verschärfung der Ausgangssperre in Spanien begonnen

04:51
31.03.2020
In Spanien ist in der Nacht zum Dienstag eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre zur Bekämpfung der Corona-Krise in Kraft getreten. Seit Mitternacht dürfen alle Bürger, die nicht in wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind, nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren. Das entsprechende Dekret der linken Regierung gilt zunächst bis zum 9. April. Betroffen sind vor allem das Baugewerbe und weite Teile der Industrie.

Bisher durften im Rahmen des seit 15. März geltenden Alarmzustands alle Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten konnten, weiter das Haus verlassen, um ihren Jobs nachzugehen. Alle Betroffenen sollen weiter ihr Gehalt bekommen und die nicht geleisteten Stunden später nachholen. Viele Unternehmer und Regionalpräsidenten haben die neuen Regeln scharf kritisiert.

Die kurzfristig angekündigte Verschärfung des Ausgangsverbots sollte ursprünglich schon am Montag in Kraft treten. Sie war aber am späten Sonntagabend um 24 Stunden verschoben worden, damit die Betroffenen „die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten“ zur Einstellung der Aktivitäten erledigen. Ob die Maßnahme Wirkung zeigt, sollen die nächsten zwei Wochen zeigen. Mit mehr als 85 000 Infektionsfällen und über 7300 Toten ist Spanien nach Italien das am heftigsten von der Krise betroffene Land Europas.

dpa

Foto: AFP So leer dürfte die Las Ramblas in Barcelona sich seit Menschengedenken nicht mehr präsentiert haben. In Spanien herrscht eine strikte Ausgangssperre.

Mehr als 3000 Tote in den USA durch Corona-Virus

04:35
31.03.2020
In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163 000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.

Die Verbreitung der Coronavirus-Epidemie in den USA hat sich zuletzt dramatisch beschleunigt. So hatte etwa die Zahl der bekannten Infektionen erst am Freitag die Marke von 100.000 überschritten. Bis zu dem Zeitpunkt waren rund 1500 Tote gemeldet gewesen. Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

US-Präsident Donald Trump hatte die Amerikaner in der Coronavirus-Krise am Sonntag auf dramatische Opferzahlen vorbereitet. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, "dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht", sagte Trump. Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Virus sollen jetzt bis Ende April gelten. Trump zeigte sich optimistisch, dass bis zum Sommer das Schlimmste überstanden sein könnte. "Wir können davon ausgehen, dass wir bis zum 1. Juni auf dem Weg der Erholung sind."

dpa