Mit Stichprobentests bei 2.000 Bürgern will Österreich der Dunkelziffer bei den Corona-Infizierten auf die Spur kommen. „Diese Tests sind wichtig, um Licht in die Datensituation zu bringen“, sagte Forschungsminister Heiz Faßmann am Montag. Derzeit sei nur die Zahl der Neuinfizierten bekannt, man habe aber keine Information über die genaue Verbreitung des Virus. Die Auswahl der Bürger sei repräsentativ. Sie würden vorab durch einen Brief und einen Anruf informiert. Der fällige Test durch einen Abstrich würde von Mitarbeitern des Roten Kreuzes in der Wohnung der ausgewählten Männer, Frauen und Kinder gemacht.
Mit ersten Tests sei ab Mittwoch zu rechnen, mit einem Ende der Stichprobe am Freitag. Dann erfolge die Auswertung.
Nach Island gehöre Österreich zu den ersten Ländern, die einen solchen Schritt gingen. Die Tests sollen laut Faßmann in regelmäßigem Abstand wiederholt werden, um auch die Veränderungen zu erheben.
Auch Luxemburg hatte in der Vorwoche angekündigt, stichprobenartig zu ermitteln, in wieweit die Bevölkerung gegen das Virus immunisiert ist.
Jörg Tschürtz