Der Präsident der Spitalsvereinigung, Paul Junck, sieht die luxemburger Krankenhäuser in Sachen Corona gut aufgestellt. "Die schnelle Reaktion der Regierung und die Ausgangssperren haben uns Zeit gegeben und ich kann somit sagen, dass die Krankenhäuser derzeit gut aufgestellt sind".
Generell sei das Gesundheitswesen in Luxemburg solide aufgebaut, trotzdem sollten die Menschen sich weiter strikt an die Auflagen halten und zuhause bleiben, um ein sprunghaftes Ansteigen der Infektionszahlen zu verhindern, so Junck am Montagmorgen auf RTL. Die Lage bleibe ernst, trotz aller zusätzlichen Kapazitäten.
Am Sonntag haben die Krankenhäuser über die Krisenzelle Schutzanzüge, Masken und Brillen geliefert bekommen. Dennoch bleibe der diesbezügliche Markt derzeit sehr unberechenbar und man könne zum Teil von "Wildwest-Methoden" sprechen.
Derzeit sind 25 Menschen in akuter Behandlungen, die Maximalkapazitäten könnten auf 300 Betten aufgestockt werden. Aktuell arbeite man daran, die Organisation des Krankenhauspersonals komplett umzukrempeln, man versuche beispielsweise Menschen von einer Halbzeitbeschäftigung in Vollzeit zu nehmen.
Der Druck auf das Pflegepersonal bleibe groß, allerdings seien die Kräfte gut geschult und auch gewohnt, unter Stress zu arbeiten. Ihnen gebühre aktuell ein großer Dank und Respekt, auf eventuelle Prämien angesprochen, meinte Junck, zum aktuellen Zeitpunkt sei es noch zu früh, um über finanzielle Aspekte zu sprechen
Innerhalb des Personals seien die Infektionsraten überschaubar und hätten bislang keinen Impakt auf den Betrieb, so Junck.
LW-Springer