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Studie: Ohne Gegenmaßnahmen weltweit 40 Millionen Corona-Tote

09:55
27.03.2020
Ohne Gegenmaßnahmen hätte die Corona-Pandemie dem Imperial College in London zufolge in diesem Jahr bis zu 40 Millionen Menschen weltweit das Leben kosten können. Das geht aus einer Studie hervor, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Die Forscher spielten dabei in einem mathematischen Modell mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich demnach sieben Milliarden Menschen, also beinahe die gesamte Menschheit, innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

"Schnelle, entschiedene und kollektive Maßnahmen von allen Ländern sind notwendig, um die Folgen dieser Pandemie zu begrenzen", sagte Professorin Azra Ghani, eine der Autorinnen der Studie. Entscheidend seien Tests, die Isolierung Infizierter und soziale Distanzierung.

Um die Bedeutung dieser Maßnahmen deutlich zu machen, spielen die Forscher drei Szenarien durch. Würden alle Länder harte Maßnahmen zu einem Zeitpunkt ergreifen, bei dem es erst 0,2 Corona-Tote pro 100 000 Einwohnern gibt, könnten 95 Prozent der Todesfälle verhindert und 38,7 Millionen Menschenleben gerettet werden, heißt es in dem Bericht. Würden die Maßnahmen erst bei einer Zahl von 1,6 Toten pro 100.000 Einwohner eingeführt, sinke die Zahl der geretteten Leben jedoch auf 30 Millionen.

Mit schwächeren Maßnahmen wie einer Strategie zur Verlangsamung der Pandemie und Abschirmung der älteren Bevölkerung seien 20 Millionen Tote durch die Lungenkrankheit Covid-19 zu erwarten, hieß es in dem Bericht.

Die Forscher warnen aber auch, dass die Maßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie hohe wirtschaftliche und soziale Kosten haben wird, vor allem in Ländern mit niedrigen und mittleren Durchschnittseinkommen.

dpa

OGBL: "Eltern sind keine Lehrer"

09:39
27.03.2020
In einer Mitteilung weist die Gewerkschaft OGBL am Freitag darauf hin, dass der Unterricht zu Hause viele Familien vor erhebliche Herausforderungen stellt.

"Eltern sind keine Lehrer", heißt es in dem Schreiben. "Selbst wenn viele Eltern aushelfen können, können sie nicht die Arbeit des Lehrpersonals ersetzen". Daher sei es wichtig, dass die Schüler nicht mit Lernmaterial überschwemmt werden, sondern dass sich der Unterricht vor allem auf Wiederholungen und Vertiefungen beschränken sollte.

"Viele Eltern kennen weder die Sprachen, die in der Schule benutzt werden, noch die Erwartungen des luxemburgischen Schulsystems gut genug, um ihren Kindern bei ihren Aufgaben zu helfen", so der OGBL. Der digitale Unterricht habe daher einen negativen Einfluss auf die Chancengleichheit zwischen den Schülern.

Sarah Cames