Wegen der Corona-Krise kommt es zu Verzögerungen bei der Umsiedlung von mindestens 1600 unbegleiteten Kindern aus griechischen Lagern in aufnahmebereite europäische Länder.
Außenminister Jean Asselborn betonte am Dienstagabend auf Facebook, dass man sich weiter bemühe, elf Kinder aus den griechischen Flüchtlingscamps nach Luxemburg zu holen. Es seien aber noch Abklärungen mit den griechischen Behörden und dem UNHCR notwendig. "Mir kréien dat hin, och wa mer elo nach e wéineg Zäit brauchen", schrieb Asselborn auch in Richtung von Luxemburger Künstlern, die die Regierung zum Handeln aufgefordert hatten.
Caritas-Präsidentin Marie-Josée Jacobs habe angeboten, die elf Minderjährigen, die vorwiegend aus Syrien stammen, in einem Haus außerhalb einer Asylunterkunft unterzubringen.
Die Lager auf den Ägäis-Inseln sind völlig überfüllt, die Menschen leben dort unter verheerenden Bedingungen. Ein Sprecher der EU-Kommission hatte am Freitag erklärt, dass es erhöhte gesundheitliche Anforderungen gebe und sichergestellt werden müsse, dass niemand reise, der bereits mit dem Corona-Virus infiziert sei.