Am Samstagnachmittag stimmte die Chamber einstimmig für die Verlängerung des Krisenzustandes über maximal drei Monate. Die CSV war zunächst für eine schrittweise Verlängerung, stimmte schließlich jedoch "mit Bauchweh" für den Gesetzesentwurf.
CSV-Fraktionschefin Martine Hansen sagte dazu am Montagmorgen bei RTL: "Wir wollen der Regierung alle Mittel geben, um gegen das Virus zu agieren. Alleine zu reagieren, reicht nicht mehr."
Die Opposition bleibe jedoch funktionsfähig, auch wenn die Politik zunächst in den Hintergrund rücken müsse: "Die Gesundheit der Menschen ist jetzt oberste Priorität", so Hansen. Alle Parteien seien sich der Verantwortung bewusst.
Die Regierung habe allerdings gegenüber der Chamber eine Verpflichtung, sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Die erste Informationssitzung soll am Montagnachmittag stattfinden. Und die Opposition müsse auch weiterhin Fragen stellen können.
So schlug Martine Hansen zum Beispiel vor, Ärzte und Pfleger auch ohne Erkrankungssymptome regelmäßig zu testen - zum Schutze des Gesundheitspersonals, aber auch um einer weiteren Verbreitung unter den Patienten vorzubeugen.
Auch bei der Unterstützung von Freiberuflern und kleinen und mittleren Betrieben müsse sofort Geld in die Hand genommen werden.