Kleinere Grenzübergänge von Luxemburg in Richtung Deutschland waren am Freitagmorgen weiterhin für Berufspendler offen. Das erklärt die Bundespolizeiinspektion Trier auf LW-Nachfrage. Es seien noch logistische Arbeiten notwendig, um diese Verbindungen teilweise zu sperren, sagte ein Sprecher.
Das Innenministerium in Berlin hatte am Donnerstag angekündigt, dass Berufspendler und Warentransporteure nur noch bestimmte Grenzübergangsstellen auf dem Weg von Luxemburg nach Deutschland nutzen können (siehe Karte unten, Eintrag um 7.26 Uhr).
Seit Montag waren an den Grenzübergängen in Wincheringen, Wellen, Wasserbilligerbrück, Echternacherbrück, Markusberg (Autobahn A64) und Langsur exakt 1001 Autofahrer zurückgewiesen worden. Dabei handelte es sich um Personen, die keinen triftigen Grund hatten, um nach Deutschland einzureisen. „Die Situation im Grenzverkehr hat sich im Vergleich zum Wochenbeginn entspannt, weil viele Leute vernünftig geworden sind und weniger Tank- und Kaffeefahrten nach Luxemburg durchführen“, so der Sprecher der Bundespolizei Trier. Auch die Staus im Frachtverkehr hätten sich reduziert.
Ob auch der Grenzübergang in Remich gesperrt wird, ist noch nicht klar. Der fällt unter die Zuständigkeit der Bundespolizei im Saarland. Dort war vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Laut Angaben des deutschen Innenministeriums sind südlich von Wormeldingen nur die B407/B419 von Schengen nach Perl und die Autobahn A8 Schengen-Perl für den Grenzübertritt freigegeben.
Jörg Tschürtz