In Frankreich werden ab Montag die strengen Ausgangsbeschränkungen schrittweise gelockert. Die Menschen im Land dürfen wieder ohne Passierschein und triftigen Grund vor die Tür gehen, Sport oder Spaziergänge sind nicht mehr örtlich und zeitlich begrenzt. Die Geschäfte sollen wieder öffnen - Restaurants und Bars bleiben aber zu. Auch die Schulen öffnen schrittweise wieder für einige Jahrgänge, ebenso die Krippen. Im Nah- und Fernverkehr gilt Maskenpflicht.
Wer sich mehr als 100 Kilometer von seinem Wohnort fortbewegen möchte, braucht weiterhin eine Bescheinigung und darf dies nur aus dringenden familiären oder beruflichen Gründen. Auch die Einreisebeschränkungen nach Frankreich bleiben noch mindestens bis zum 15. Juni bestehen.
In Paris droht ein Verkehrschaos. Zu den Stoßzeiten sollen vorrangig nur Menschen mit einer Bescheinigung ihres Arbeitgebers den Nahverkehr benutzen dürfen. So soll sichergestellt werden, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. In den Bahnhöfen und Zügen wurden Markierungen angebracht. Gleichzeitig sind rund 60 Metro-Stationen geschlossen und nur 75 Prozent der Züge fahren. Die Stadt hat zusätzliche Radwege eingerichtet.