Der Deutsche Hausärzteverband fordert, bei der Beurteilung der Corona-Pandemie in Deutschland auch die Versorgungslage der Hausarztpatienten zu berücksichtigen. "Für unser tägliches Arbeiten sind die reinen Inzidenzzahlen nicht so entscheidend wie die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit mittleren und schweren Symptomen unsere Praxen aufsuchen", sagt Verbandschef Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deshalb müsse die "Krankheitslast ein stärkeres Gewicht bei der Bewertung der aktuellen Lage" bekommen.
Derzeit spiele die steigende Zahl der Neuinfektionen keine signifikante Rolle für die Hausärzte, weil das Niveau in Deutschland noch relativ gering sei, sagte Weigeldt. Nur vereinzelt gebe es Hotspots. Deutlich zu spüren sei aber die nachlassende Impfbereitschaft.