Letztes Update:
20220127220332
extern
Akzeptieren

16:17
10.07.2021
Die Regierung Afghanistans hat europäische Staaten dazu aufgefordert, Abschiebungen in das Krisenland für drei Monate auszusetzen. Wegen der zunehmenden Gewalt der militant-islamistischen Taliban und steigender Corona-Infektionen sei die Rückführung abgelehnter Asylbewerber derzeit ein Grund zur Sorge, heißt es in einer Erklärung des für Flüchtlinge zuständigen Ministeriums. Außerdem sei man besorgt über eine wachsende Zahl von Menschen, die im Ausland Asyl suchten sowie im Land selbst auf der Flucht seien.
Viele europäische Länder schieben abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan ab, auch Deutschland. Erst am Mittwoch war eine Maschine mit 27 abgeschobenen Männer an Bord in Kabul eingetroffen. Es war die 40. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016. Damit haben Bund und Länder bisher 1104 Asylbewerber nach Afghanistan zurückgebracht. 

15:26
10.07.2021
In Spanien hat die Entscheidung der Bundesregierung, das ganze Land ab Sonntag als Risikogebiet einzustufen, keine besonders hohen Wellen geschlagen. Die Berichterstattung in den Medien hält sich in Grenzen, die Regierung monierte die Fixierung auf die Höhe der Neuinfektionen und Vertreter der Tourismusbranche übten sich in Zweckoptimismus. In Barcelona fand sogar über drei Tage ein Musik-Festival mit bis zu 18.000 Zuschauern täglich statt. Mit Test- und Maskenpflicht, aber ohne Abstand.
Dabei kletterte die Anzahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zuletzt schon auf 199. Das ist etwa 35 Mal so hoch wie derzeit in Deutschland. Übersteigt diese Sieben-Tage-Inzidenz über einen längeren Zeitraum die Marke von 200, könnte Berlin das beliebteste Urlaubsland der Deutschen auch zum Hochinzidenzgebiet erklären. Dann droht vielen Rückkehrern Quarantäne - und der ohnehin gebeutelten spanischen Tourismusindustrie schwerer Schaden.

extern
Akzeptieren
An dieser Stelle sind Inhalte eines Drittanbieters zu sehen. Durch Ihre Zustimmung akzeptieren Sie, dass dieser Anbieter eigene Analyse-Daten erhebt.
www.pz-news.de/datenschutz
Akzeptieren