In Namibias Hauptstadt Windhuk sind am Donnerstag 70 Tonnen medizinische Hilfsgüter aus Deutschland eingetroffen. An Bord eines Frachtflugzeuges vom Typ Antonow An-225 befanden sich 500.000 FFP2-Masken, 60.000 Krankenhausbetten sowie 300.000 Schutzhandschuhe aus Bundeswehrbeständen.
"In den nächsten Tagen und Wochen werden wir medizinisches Material im Wert von rund 11 Millionen für Namibia bereitstellen, darunter auch Beatmungstechnik", kündigte Staatsministerin Michelle Müntefering in Berlin an.
In dem südwestafrikanischen Staat Namibia wurde laut Bundeswehr bereits ein Feldlazarett in Windhuks Zentralkrankenhaus aufgestellt. Rund 462.000 OP-Masken wurden bereits im Juni in Windhuk übergeben.
Namibia mit knapp 2,5 Millionen Einwohnern hat bisher offiziell rund 97.100 Corona-Infektionen und 1662 Todesfälle registriert. Das Land stößt an die Grenzen seiner medizinischen Infrastruktur. Bisher haben nur 4,9 Prozent der Einwohner eine Erstimpfung, weniger sind komplett durchgeimpft.