Nach der Ankündigung der Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England hat die britische Opposition die Krisenpolitik von Premierminister Boris Johnson scharf kritisiert. Der Chef der Labour-Partei, Keir Starmer, macht den Regierungschef persönlich für den Anstieg der Neuinfektionen aufgrund der hoch ansteckenden Delta-Variante verantwortlich. "Machen wir uns klar, warum die Infektionsraten so hoch sind: Weil der Premierminister die Delta-Variante - wir können sie auch Johnson-Variante nennen - ins Land gelassen hat", sagt Starmer im Parlament in London.
Die Opposition wirft Johnson vor, dass die Regierung Indien, wo die Delta-Variante zuerst entdeckt worden war, erst nach Wochen auf eine "rote Liste" von Risikogebieten gesetzt hat - weil er einen geplanten Indien-Besuch nicht habe absagen wollen. Johnson weist das zurück.