Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow setzt auf Frühwarnsysteme, die ein stärkeres Auftreten des Coronavirus rechtzeitig anzeigen. Analysenmesstechnik einer Firma aus Jena, die mit einer Thüringer Hochschule zusammenarbeite, solle in Zukunft die Virenkonzentration im Abwasser messen, sagt der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ihr Einsatz in Thüringen werde gerade vorbereitet.
Zudem solle ein System anlassloser Tests etwa in Unternehmen oder Kindereinrichtungen installiert werden. Der wissenschaftliche Beirat, der die Landesregierung bei der Eindämmung der Pandemie berät, habe dies vorgeschlagen. "Wir müssen uns besser auf den Herbst vorbereiten als im vergangenen Jahr", so Ramelow. Dazu gehöre, rechtzeitig Infektionsherde erkennen und Infektionsketten unterbrechen.