In der Corona-Krise haben die Sozialausgaben in Deutschland einem Medienbericht zufolge einen historischen Höchststand erreicht. Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik habe der Staat mehr als ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung in Sozialleistungen gelenkt, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf des "Sozialberichts 2021".
Die sogenannte Sozialleistungsquote – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – erreichte demnach 2020 33,6 Prozent, das seien 2,8 Prozentpunkte mehr als auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009. Insgesamt flossen dem Bericht zufolge 1,19 Billionen Euro in Sozialleistungen. Die Pandemie führe zu wegfallenden Einnahmen und steigenden Leistungen, insbesondere für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes und die Bekämpfung der gesundheitlichen und sozialen Folgen, zitiert die FAZ aus dem Entwurf.