Letztes Update:
20220127220332

13:22
27.06.2021
Hunderte Menschen sollen laut Medienberichten in der Nacht zum Sonntag in einer Corona-Krisenregion Norditaliens stundenlang eine Party gefeiert haben. In Maleo hätten sie die Masken- und Abstandsregeln nicht eingehalten, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Der kleine Ort in der Lombardei steht im Fokus, weil dort zuletzt Corona-Fälle mit der gefährlichen Delta-Variante nachgewiesen worden waren. 
Außerdem erinnern sich in Italien noch viele an die benachbarte Stadt Codogno, aus der am 21. Februar 2020 eine Corona-Infektion gemeldet worden war. Sie galt damals als der erste Ausbruch in Italien. Die Regierung riegelte damals mehrere Städte in der Gegend ab.  Die Raver-Party in dem früheren Steinbruch in Maleo hatte den Berichten zufolge bereits am Samstagabend begonnen und zog sich bis Sonntagnachmittag. Die Zeitung "Corriere della Sera" schreibt von 700 Menschen, die auf der illegalen Feier tanzten.

12:58
27.06.2021
Der Sexualwissenschaftler und Schwulenvordenker Martin Dannecker hält die Corona-Krise für wenig vergleichbar mit der HIV- und Aids-Pandemie. "Die Erfahrung der Aidskrise hat die Erfahrung mit dem Auftreten des Coronavirus erleichtert", sagt der 78-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Deutschland habe wohl über HIV und Aids gelernt, eine Krise, die mit einem komplizierten Virus und einer tödlichen Erkrankung zusammenhänge, "einigermaßen angemessen zu bewältigen". Doch echte Parallelen sehe er kaum.
"Wenn ich mich daran erinnere, welche kollektive Hysterie bis in die Poren hinein, HIV und Aids in diese Republik brachten, dann ging die Sache mit Corona relativ gelassen an uns vorbei", sagte der Therapeut, Autor und Aids-Experte. "Das Dramatische an Corona ist ja, dass es potenziell alle betrifft, ganz banal übertragen wird - etwa bei Begegnungen wie in der Straßenbahn", sagt Dannecker. "Aids hatte dagegen von Anfang an eine Beziehung zu sogenannten Risikogruppen. Das hat Diskriminierung aufgeladen. Und wurde deswegen auch von denjenigen, die als Risikogruppe definiert waren, völlig anders erlebt."

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