Die Menschen in Lissabon nehmen die zweieinhalbtägige Corona-Abriegelung der portugiesischen Hauptstadt diszipliniert und gelassen hin. Nur sehr wenige versuchten, ohne triftigen Grund den Großraum der Metropole am Tejo zu verlassen, wie die Zeitung Público unter Berufung auf die Polizei berichtet. Die für heute geplante Gaypride-Parade wurde gestern kurzfristig abgesagt. Ob die Abriegelung an den kommenden Wochenenden wiederholt wird, soll je nach Lage kurzfristig entschieden werden.
Die Absperrung war wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Lissabon angeordnet worden. Seit gestern Nachmittag und bis Montagmorgen dürfen die gut 2,8 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Lissabon die "Area Metropolitana" nur aus triftigem Grund - wie etwa den Weg zur Arbeit oder zum Arztbesuch - verlassen. Auswärtige dürfen nur in Ausnahmefällen einreisen.